Unsere Hanfpalme im Garten 2006

 

Botanischer Name: Trachycarpus Wagnerianus  
Pflanzenfamilie:  Palmengewächse
   (Arecaceae)

Herkunft:

Die normale Hanfpalme (Trachycarpus Fortunei) stammt aus dem asiatischen Hochgebirge aus bis zu 2500 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Die Trachycarpus Wagnerianus ist eine reine Zuchtform. Sie wurde Mitte des vergangenen Jahrhunderts aus Japan nach Europa eingeführt und ist für windigere Standorte oder Plätze mit begrenztem Raum die ideale Wahl.

Standort:

sonnige Lage

Im Sommer möglichst sonnig. Halbschatten ist auch möglich, jedoch wird dies mit verlangsamtem Wachstum bestraft.

Boden:

Das Substrat sollte durchlässig und leicht sauer sein, älteren Exemplaren genügt auch reine Gartenerde.

Dünger:

Die Hanfpalme hat keinen großen Nährstoffbedarf.

Wuchs:

Die Hanfpalme ist eine sehr robuste, eher langsamwachsende Palme. Sie erreicht eine maximale Höhe von 10 m. Der Stamm ist mit braunen Fasern bedeckt, die im Laufe vieler Jahre langsam abfallen. Deshalb ist bei ausgewachsenen Exemplaren der obere Teil von Fasern bedeckt, während der unterste Teil "nackt" ist. Die Blätter dieser Schirmpalme sind kräftig und stabil sowie bis an die Blattbasis eingeschnitten und erreichen einen Durchmesser von ca. 60 cm. Die Art Trachycarpus Wagnerianus ist im Gegensatz zur normalen Hanfpalme Trachycarpus Fortunei wegen ihrer kleineren und steiferen Blätter sehr robust gegen Wind.

Unsere Hanfpalme hat sich wie folgt entwickelt:

Datum Stammhöhe
23.07.2006 0,52 m

Leider hat unsere Palme den WInter 2009/2010 nicht überlebt. Zu ihrem Gedenken haben wir den Stamm stehen lassen, Blätter hat sie aber leider keine mehr.

Blüte:

Mai bis Juli (???)

Rückschnitt

keine Angaben

Vermehrung:

Die Hanfpalme lässt sich aus Saat ziehen.

Pflegehinweise:

Der Wasserbedarf ist mäßig. Der Ballen sollte nur mäßig feucht gehalten werden. Das Wasser darf nicht zu kalkhaltig sein, da sonst die Pflanze auf Dauer eingeht.

Besonderheiten:

Das Palmenhaus mit NoppenfolieDas Palmenhaus von innen

Da diese Palme im Hochgebirge wächst, ist sie an kühles Klima gewöhnt. Am besten wächst sie bei 15 bis 20 °C. Temperaturen, wie sie in Mitteleuropa üblich sind, bekommen ihr deshalb recht gut. Bei sehr hohen Temperaturen stellt sie das Wachstum zeitweilig ein. Eine ausgepflanzte Hanfpalme verträgt noch deutlich mehr Minusgrade, nämlich bis zu -17 °C, wobei aber die Blätter erfrieren. Sind Temperaturen unter -10 °C zu erwarten, sollte man sie mit einem Winterschutz versehen wie unter Palmen für den Garten beschrieben. Junge Palmen sind nicht so frostresistent wie ältere. Am besten bedeckt man die Wurzeln mit einer dicken Schicht Rindenmulch und umwickelt den Stamm mit Fichtenreisig oder Sackleinen. Als weitere Maßnahme in kälteren Regionen kann ein Gerüst sinnvoll sein, das man mit Noppen-Plastikfolie bespannt und von innen Thermostat geregelt beheizt. Es ist auf jeden Fall eine gute Belüftung sicherzustellen.

Hinweise zur Giftigkeit:

Nicht giftig.

Weblinks:

Weitere interessante Links gibt es im Internet.