Winterlinge 2006 in unserem Garten

Botanischer Name: Eranthis hyemalis
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse
  (Ranunculaceae)

Herkunft:

Die ursprüngliche Heimat ist in Südeuropa, wo der Winterling vor allem in feuchten Laubwäldern wächst. Sein Verbreitungsgebiet reichte von Südostfrankreich über Italien und Ungarn bis nach Bulgarien und der Türkei. Diese Art wird aber schon lange als Zierpflanze besonders in Parkanlagen kultiviert.

Die Verwendung des Winterlings als Zierpflanze im Garten begann in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Aufgrund von den zu dieser Zeit veröffentlichten Kräuterbüchern weiß man, dass er bereits 1588 von Joachim Camerarius in dessen Garten in Nürnberg kultiviert wurde. Camerarius hatte sich diese Pflanze offenbar von einer Italienreise mitgebracht.

In den ersten drei Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts wurde der Winterling zunehmend in den Pflanzenverzeichnissen diverser Gärten aufgeführt. Populär wurde die Pflanze jedoch vor allem, als gegen Ende des 18. Jahrhunderts großzügig angelegte Landschaftsparks in Mode kamen. Der Winterling eignete sich gut für die Verpflanzung in weitläufigen Wiesen. In klimatisch begünstigten Gebieten verwilderte er stellenweise stark. So wurde der Winterling beispielsweise im Rautal in der Nähe von Jena angesiedelt.

Zahlreiche im Handel angebotene Winterlinge entstammen der Türkei. Sie werden allerdings dort überwiegend nicht in Kultur nachgezogen, sondern es handelt sich zu einem großen Teil um Wildentnahmen. Die Türkei hat die Quote der exportierbaren Knollen auf sechs Millionen pro Jahr beschränkt, um auf diese Weise die Wildbestände zu schützen.

Standort:

sonnige Lage halbschattige Lage

Sonniger bis halbschattiger Platz.

Boden:

Der Winterling verträgt keinen trockenen, verdichteten Boden, mit anderen Worten, er liebt eine sandig-humose Erde.

Dünger:

keine Angaben

Wuchs

Die glänzend gelben, etwa 2,5 cm im Durchmesser großen Blüten stehen am Ende eines dicken Stängels. Die Blüte hat meist 6 Blütenkronblätter und viele Staubblätter. Zwischen Kronblättern und Staubblättern befinden sich tütenförmige Honigblätter. Unter der Blüte sitzt ein Wirtel aus 3 waagrechten Hochblättern, die handförmig aufgeteilt sind. Das grundständige Blatt ist auch handförmig und lang gestielt, erscheint aber erst nach der Blüte.

Blüte:

Unbeirrt steckt der Winterling bereits im Februar seine leuchtend gelben Schalenblüten durch den Schnee. Bei trüber Witterung bleiben die Blüten allerdings verschlossen.

Die kleine gelbe Blüte konnten wir 2006 von Ende März bis Mitte April sehen. 2007 kamen die Blüten schon Anfang März zum Vorschein.

Vermehrung:

Diese ist im Balkon- bzw. Kübelgefäß nicht möglich, jedoch in freier Gartenkultur können Sie diese Pflanze durch Teilung oder Aussaat vermehren.

Pflegehinweise:

Im Grunde genommen braucht die Pflanze wenig Wasser und kaum eine Pflege. Selbst Verblühtes darf nicht abgeschnitten werden, es muß von selbst einziehen. Wichtig ist, daß Sie beim Pflanzen auf eine gute Drainageschicht achten. Beim Kauf sollten Sie auf frische Knollen Wert legen, denn ausgetrocknete Ware treibt nicht aus.

Hinweise zur Giftigkeit:

Der Winterling ist eine stark giftige Pflanze. Insbesondere die Knollen enthalten Glykoside, die herzwirksam sind. Zu den Vergiftungserscheinen, die durch Winterlinge ausgelöst werden können, zählen Atemnot, Erbrechen, Übelkeit und unregelmäßiger und verlangsamter Puls.

Weblinks:

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