Unser Waldmeister im Mai 2012

Botanischer Name: Galium odoratum
Pflanzenfamilie: Rötegewächse
  (Rubiaceae)

Herkunft:

Der Waldmeister ist verbreitet in Mittel-, Ost- und Südeuropa sowie Nordamerika.

Standort:

halbschattige Lage schattige Lage

Er gedeiht gut unter Gehölzen. In einem Staudenbeet müssen ihm daher vergleichbare Bedingungen geboten werden.

Boden:

Nährstoffreicher lockerer, humoser Boden.

Düngen:

Keine Angaben

Wuchs

Waldmeister wird 10 bis 30 cm groß, hat einen dünnen vierkantigen Stengel, an dem lanzettförmige, dunkelgrüne zarte Blätter stehen.

Blüte:

Mai bis Juni. Die Blüten sind weiß, laufen trichterförmig zu und erinnern im Aussehen an ein Kreuz.

Rückschnitt:

Kein Rückschnitt erforderlich

Vermehrung:

Er breitet sich durch unterirdisch kriechende Ausläufer aus und ist meist in größeren Beständen (oft Massenbeständen) zu finden.

Pflegehinweise:

Keine besondere Pflege nötig.

Besonderheiten:

Andere Namen: Maikraut, Maiblume, Gliedkraut, Gliedegänge, Waldmännchen und Halskräutlein.

Waldmeister wird für die Zubereitung von Maibowle und als Aromastoff in der Süßwarenindustrie benutzt. Man kann ihn aber auch als Tee zubereiten. Auch die Likörindustrie nutzt den Waldmeister. Hier wird er als Aromastoff für Vermouth, Magenbitter und Kräuterliköre eingesetzt.

Kommerziell vertriebene Nahrungsmittel dürfen seit einem Verbot 1981 in Deutschland aufgrund der Toxizität des im Waldmeisters enthaltenen Cumarins nur noch künstlich gefärbt und aromatisiert werden.

Waldmeister hat einen sehr intensiven, künstlich-süßlichen Duft. Verantwortlich für den Geruch ist der Inhaltsstoff Cumarin. Cumarin liegt im Waldmeister eigentlich als Cumaringlykosid vor. Beim Trocknen wird dann das duftende Cumarin abgespalten. Daher entfaltet sich der Duft auch besonders, wenn man den gesammelten Waldmeister über Nacht welken läßt.

Hinweise zur Giftigkeit:

Nach Genuss von Waldmeister kann es zu Kopfschmerzen kommen. Cumarin kann beim Menschen in höheren Dosen Schwindel, Schlafsucht oder gar zentrale Lähmung und Atemstillstand im Koma hervorrufen. Solche Vergiftungen sind jedoch beim Genuss cumarinhaltiger Pflanzen wegen des geringen Cumaringehaltes und der geringen Toxizität des Cumarins nicht zu befürchten.

Weblinks:

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