Die Kapstachelbeere

Botanischer Name: Physalis peruviana
Pflanzenfamilie:

Nachtschattengewächse

  (Solanaceae)

Herkunft:

Die Heimat der Kapstachelbeere ist die Andenregion zwischen Venezuela und Chile. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie am Kap der guten Hoffnung, dem Vorgebirge an der Südspitze Afrikas, eingeführt und fand dort großen Anklang, deshalb der Name. Hauptexportländer für Europa sind Kolumbien, Südafrika, Ecuador und Madagaskar. Weitere Anbauländer sind heute Australien, Kenia, Indien, Neuseeland, die USA und Südfrankreich.

Standort:

sonnige Lage

Sämlinge sollten möglichst hell stehen und allmählich an die pralle Mittagssonne gewöhnt werden. Die erwachsene Pflanze steht am liebsten in der prallen Sonne.

Boden:

Normale Gartenerde ist für Physalis bestens geeignet.

Dünger:

keine Angaben

Wuchs

Die krautige Pflanze der Frucht wird bis zu 1m hoch. Die papierdünne, anfangs grüne Hülle bildet sich aus einem aufgeblasenen Blütenkelch. Die Pflanze selber ist vor allem grün und ansonsten wenig auffällig. Erst die rötlich leuchtenden Lampions im Herbst bringen Farbe.

Blüte:

Die Blüte ist klein und unscheinbar.

Rückschnitt:

keine Angaben

Vermehrung:

Unsere Lampionblume vermehrt sich über Ableger wie Unkraut. Es ist daher wichtig, gegebenenfalls Barrieren zu errichten, um die Ausbreitung einzudämmen.

Pflegehinweise:

Der Wasserbedarf ist mittel bis hoch.

Besonderheiten:

Physalis, Blasenkirschen oder Judenkirschen sind eine Gattung krautiger Pflanzen; aufrechte, buschige, manchmal rhizombildende Einjährige oder Stauden aus der Familie der Nachtschattengewächse. Auf dem amerikanischen Kontinent sind sie mit über hundert Arten vertreten, in Europa wild nur durch die Lampionblume (Physalis alkekengi), die auf Waldlichtungen gedeiht.Die Kapstachelbeere zeichnet sich durch die einzigartige Verpackung jedes einzelnen Früchtchens aus. Die hellbraune, lampionähnliche Hülle, der vergrößerte Blütenkelch, birgt im Inneren eine etwa kirschgroße Frucht. Die grünlichgelben bis leuchtendgelben, saftigen Beeren sind angenehm süß-säuerlich mit intensivem Aroma.

Kapstachelbeeren sind reich an Vitamin A, C und B sowie Phosphor und Eisen. Kapstachelbeeren sind auch sehr gut zum Tiefgefrieren geeignet.

Physalis werden im Anbauland in der Sonne getrocknet, so wird die Hülle strohgelb und die Früchte transportfähig. Es ist beim Kauf unwesentlich, ob die Hülle noch geschlossen oder offen ist. Wichtig ist, dass die Beeren orangegelb sind. Meist sind Physalis in Kunststoffschälchen abgepackt im Handel erhältlich. Die Früchte sollten nicht gedrückt und vorsichtig transportiert werden. Trocken bei ca. 10°C sind Physalis 1-2 Wochen haltbar. Zu feucht gelagert können sie verschimmeln.

Die Haupterntezeit ist Dezember bis Juli.

Kapstachelbeeren aus der Hülle lösen, waschen und roh verzehren. Die kleinen Samenkerne darf man mitessen. Besonders lecker sind Kapstachelbeeren in Obstsalaten, Desserts oder als Kuchenbelag.

Hinweise zur Giftigkeit:

Die Blüten aller Physalis-Arten sind giftig, der Kontakt mit der öligen Oberfläche der Pflanze kann zu allergischen Reaktionen führen.Die scharlachroten Beeren der europäischen Lampionblume sind ungenießbar.

Weblinks:

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