Difference: Heraklion (1 vs. 2)

Revision 22010.10.07 - SvenSevke

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Heraklion, Kreta

Kurzinfo

(Auszug aus dem Bord-Flyer der AIDAdiva):
Herrliche Strände, hohe Bergketten, tiefe Schluchten und fruchtbare Landschaften, dazu eine 4000 Jahre alte Geschichte. Wenn die Kreter von ihrem Land sprechen, dann schwingt eine gehörige Portion Stolz in der Stimme mit. Für andere ist es die südlichste Insel Europas im Mittelmeer. Für die Kreter ist es eine eigene Welt, die ihnen alles gibt, was sie zum Leben brauchen. In den traditionsbewussten Bergdörfern soll es ältere Menschen geben, die noch nie in ihrem Leben das Meer gesehen haben. Diese Zufriedenheit mit dem eigenen Schicksal ist beneidenswert, die Philosophie der Gelassenheit scheint hier Gott gegeben zu sein. Und dazu noch 300 Sonnentage im Jahr.

(Auszug aus den Hafeninfos der AIDAdiva):

Auf den ersten Blick

Am südlichen Rand der Ägäis befindet sich die größte Insel Griechenlands und zugleich die fünftgrößte Europas, Kreta. Mit ca. 500.000 Einwohnern ist die Insel relativ dünn besiedelt. Heraklion an der Nordküste mit etwa 140.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Insel. Das Eiland besteht zu mehr als drei Vierteln aus Gebirge. Von der geografischen Lage her ist man schon fast in Afrika, denn von hier sind es nur noch knapp 200 Kilometer bis Libyen und die Insel driftet ständig weiter Richtung Süden. In schätzungsweise 10 Millionen Jahren wird sie dann an den Küsten Afrikas angekommen sein...

Sehenswürdigkeiten

Kretas Hauptstadt offenbart ihre Reize erst auf den zweiten Blick, denn die Stadt, in der ein Fünftel aller Kreter lebt, ist zu schnell gewachsen. Dennoch ist Heraklion auf seine Weise schön, die Stadt hat noch viel Eigenleben. Die Sehenswürdigkeiten Heraklions liegen fast alle innerhalb der gut erhaltenen venezianischen Stadtmauer. Im Mittelpunkt der Stadt befindet sich auf der Platia Venizelu der Morosini-Brunnen aus dem Jahre 1628. Hier findet man auch zahlreiche, aber recht teure Tavernen und Cafes. Eine Alternative sind die hier zu findenden Imbiss-Stände, in denen lecker gefüllte Brotfladen verkauft werden. Der Löwenbrunnen selber wurde der Stadt im frühen 17. Jahrhundert von dem Gouverneur Francesco Morosini, einem Venezianer, gespendet. Gleich in der Nähe befindet sich ein farbenfroher Obst- und Gemüsemarkt

Archäologisches Museum Heraklion

Das einmalige Museum in der Stadt Heraklion stellt in konzentrierter Form zahllose Funde und Schätze von allen Ausgrabungsstätten Kretas aus, darunter Sammlungen von Götzenbildern aus Ton, Marmor, Alabaster sowie Elfenbeinfiguren, Goldschmuck, Töpferwaren und Fresken.

Historisches Museum Heraklion

In diesem Museum befinden sich allerlei Gegenstände von historischem Wert, eine Gemäldesammlung, mittelalterliche Ikonen, religiöse Objekte, Uniformen und Waffen, eine Briefmarkensammlung, kretische Nationaltrachten, die Bibliothek des modernen griechischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis sowie ein Modell eines möblierten Dorfhauses.

Naturgeschichtliches Museum

Dieses erst vor kurzem eröffnete Museum ermöglicht dem Besucher, sich mit der Natur der Insel vertraut zu machen. Es sind u.a. Fossilien, Tier-und Pflanzensammlungen sowie ein Botanischer Garten zu bewundern.

Agia Ekaterini Kirche

Während des 16. und 17. Jahrhunderts war diese Kirche ein Zentrum christlicher Ausbildung. Michael Damaskinos und El Greco haben hier wahrscheinlich ebenso studiert wie zahlreiche andere Prominente dieser Zeit. Heute ist die Kirche ein hervorragendes Ikonenmuseum, herausragend sind sechs Ikonen von Damaskinos. Diese Werke stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Grab des Nikos Kazantzakis

Das Grab des bekannten, griechischen Autors der Moderne, der in Heraklion geboren wurde, ist auf den venezianischen Befestigungsmauern nahe der Martinengro-Bastion zu finden.

Allgemeine Öffnungszeiten der Museen: Montag bis Freitag von 09:00-17:00 Uhr, an Wochenenden variabel

Sehenswürdigkeiten außerhalb

Knossos

Das Ziel der meisten Kretabesucher ist ohne Zweifel Knossos, das antike Zentrum der minoischen Kultur (2800 bis 900 v. Chr). Eine Reihe von Königen, Minos genannt, herrschten hier in Folge. Dank der Bemühungen des britischen Archäologen Sir Arthurs Evans, der hier von 1900 an ganze 30 Jahre verbrachte und nach heutigem Wert etwa 15 Millionen Euro seines persönlichen Vermögens investierte, kann man sich heute recht anschaulich die Lebensweise dieser alten minoischen Zivilisation vorstellen. Evans wird von heutigen Archäologen vorgeworfen, bei seinen "Renovierungsarbeiten" ein wenig zu weit gegangen zu sein - doch unserer Vorsteilungsfähigkeit hat er an zentralen Stellen wie dem Thronsaal, dem großen Innenhof und dem imposanten Treppenhaus doch sehr auf die Sprünge geholfen. Das Bad der Königin, das Theater und tausend andere Räume machen den Komplex des Königspalastes aus. Und natürlich gibt es auch das Labyrinth des Minotaurus zu bewundern.

Phaestos

Der Palast des Phaestos auf der Spitze eines Hügels oberhalb des Messara-Tals liegt etwa 63 Kilometer von Heraklion in südwestlicher Richtung. Der Palast ist von archäologischem Interesse, da er zur selben minoischen Kultur gehört, die auch das Leben im Palast von Knossos bestimmte. Er war die Residenz von König Radamantys, der von seinem Bruder König Minos von Knossos dorthin verbannt worden war. Das majestätische Anwesen mit seinen offenen Innenhöfen, Werkstätten, Wohnquartieren, dem Theater und anderen Überresten sowie seinem perfekten Abwassersystem dokumentiert den Entwicklungsstand der minoischen Kultur.

Gortyna

Auf dem Weg nach Phaestos kommt man an der altertümlichen Stadt Gortyna vorbei. Dies war einst eine große Siedlung und die Hauptstadt der Insel Kreta zu römischer Zeit. Die verschiedenen Monumente dieser Epoche befinden sich in recht unterschiedlichen Zuständen der Konservierung. Da gibt es das Odeon, wie die Ruinen des römischen Theaters genannt werden, die Kirche des Heiligen Titus aus dem 6. Jahrhundert - einem der wichtigsten byzantinischen Bauwerke auf Kreta - und eine einmalige Inschrift im dorisch-kretischen Dialekt der griechischen Sprache, die sich auf die Stadtrechte von Gortyna bezieht, zu bewundern. Die Tempel von Apollo, Isis und Osiris sowie das römische Prätorium waren allesamt von der Italienischen Archäologischen Schule ausgegraben worden.

Gournia

Knapp 95 Kilometer von Heraklion entfernt, liegt die antike minoische Stadt Gournia, die auch das prähistorische "Pompeji von Kreta" genannt wird. Dies war einst eine wichtige und sehr alte Stadt, deren Grundriss bis heute recht deutlich zu erkennen ist. Mit ihren Töpferwerkstätten, Wohnquartieren, dem Markt und den schmalen Straßen kreuz und quer durch die Stadt stellt sie ein ausgezeichnetes Beispiel einer minoischen Stadt dar.

Essen & Trinken

Der Begriff "Leichte Kost" kann mit der griechischen Küche wohl kaum in Einklang gebracht werden. Wohlschmeckendes Olivenöl aus heimischer Produktion findet in fast allen Gerichten Verwendung, ausgesprochen süße Nachspeisen kennzeichnen die Vorlieben der Griechen. Hier ein Auszug aus der Speisekarte:

Zu den Mezes (Vorspeisen) gehören Tyrosalata (würzige Käsetunke), Taramosalata (geräucherter Kabeljau-Rogen) und Tzaziki. Zu allen Vorspeisen wird Brot und eventuell auch griechischer Salat mit Feta-Käse serviert. Als Hauptgang empfehlen sich Dolmades (mit Gehacktem und Reis gefüllte Weinblätter) oder eine der Spezialitäten: Suflaki (Fleischstückchen, am Spieß gegrillt, mit Knoblauch und Krautern) oder Pastitsada (Fleisch in Tomatensoße). Griechische Nachspeisen sind, abgesehen von Yoghurt und frischen Früchten, sehr süß. Wer's mag, sollte Baklava (dünne Teigschichten, die mit Nüssen gefüllt sind und in Honig getaucht wurden), Kataifi (geraspelte Weizenkerne in Honig) oder Loukoumades (frittierte Gebäckballen mit Honig) probieren. Dazu empfiehlt sich ein schwerer Marouvas, ein süßer Wein aus Chania. Bougatsa, die landestypische Sahne und den auf Kreta beliebten Käsekuchen sollte man am besten im Cafe Kirkous am Morosini-Brunnen in Heraklion probieren.

Restaurant-Empfehlungen

Kyriakos, Dimokratias Street, griechische Küche
Diogenis, Dimokratias Street, griechische Küche
Bella Casa, an der Ecke Averof und Zografou Street, italienische Küche
Ipokampos, 25th August Street 3, Fischgerichte

Von A nach B

Taxis

Taxis stehen in der Regel am Hafen zur Verfügung. Für Kurzstrecken wird das Taxameter eingeschaltet, für Ziele außerhalb von Heraklion sollte man sich vorher mit dem Fahrer auf einen Festpreis einigen.

Mietwagen

Hertz, 25th August street 44, Tel. 4-30/2810/34 1734
Avis, 25th August street 40, Tel.+30/2810/22 5421
Europcar. Ethn Antistasseos street 135, Tel.+30/2810/222001

Busse

Busse verkehren entlang der Küste nach Rethymnon, Chania oder Aghios Nikolaos und auch in Richtung Inland. Auf der Insel gibt es nur wenige richtige Haltestellen, in der Regel stellt man sich an die Straße und winkt, um den Bus anzuhalten.

Allgemeine Informationen

Notfallnummern

Unfallnotruf: Tel. 166 Polizeinotruf: Tel. 100

Postamt

Postämter sind mit dem Zeichen EL.TA gekennzeichnet. In Heraklion befinden sich die Postämter in der Plateia Daskaloyianni und am El-Greco-Park.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08:00-15:00 Uhr

Touristen-Information

Sie befindet sich gegenüber des Archäologischen Museums in der Straße Xanthoudhidhou 1.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08:30-14:30 Uhr

Telefonieren

Es gibt auf Kreta ausschließlich Kartentelefone. Die Karten gibt es in Cafes, Bars und vielen Supermärkten. Deutschland erreicht man mit der Landeswahl 0049, dann der Ortsnetzvorwahl (ohne 0) und der Telefonnummer des gewünschten Teilnehmers.

Thema Geld

Auf Kreta bezahlt man mit Euro. Die gängigen Kreditkarten und Reiseschecks werden in Hotels, Restaurants, großen Kaufhäusern und bei der Autovermietung akzeptiert. An den meisten größeren Orten sind auch Geldautomaten zu finden.

Öffnungszeiten der Banken: Montag bis Freitag von 08:00-14:30 Uhr

Baden & Strande

Der Karteros-Strand etwa acht Kilometer östlich vom Hafen bietet feinen Sand und Umkleidekabinen (Strandzugang gegen Eintritt). Weitere Sandstrände mit wenigen oder keinen sanitären Einrichtungen sind Ammoudara, sechs Kilometer westlich und Linoperamata, acht Kilometer westlich. Man erreicht sie am besten per Taxi.

Historischer Rückblick

Die letzten 3000 Jahre in der Geschichte Kretas waren recht turbulent. Die strategische Lage in der Mitte des östlichen Mittelmeeres machte die Insel zum Ziel zahlreicher Eroberer, darunter die Dorer (11. Jahrhundert v. Chr.), die Römer (67 v. Chr. bis 395 n. Chr.), die Sarazenen (923 bis 961), die Venezianer (1204 bis 1669) und die Türken (1669 bis 1898). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlangte Kreta seine Unabhängigkeit, im Jahre 1913 feierte die Insel die Vereinigung mit Griechenland. Die letzte Fremdherrschaft auf Kreta dauerte von 1941 bis 1944, als die Deutschen die Insel besetzten.

Kreta in der Frühzeit

Die Geschichte der Insel Kreta, die auch als „Wiege Europas" bezeichnet wird, begann allerdings bereits 6000 v. Chr., als erste Siedler hierher kamen. Vermutlich stammten sie aus Anatolien oder Afrika. Zu den Funden aus dieser Zeit gehören einfache Tongefäße sowie kleine Figuren, die man auf die Zeit um 5000 v. Chr. datierte. Später kamen dann sesshafte Siedler dazu, die auf Kreta Ackerbau und Viehzucht einführten und erste Gebrauchskeramik fertigten. Zu dieser Zeit entsprach die Entwicklung auf Kreta in etwa der des restlichen Europas. Das sollte sich jedoch spätestens mit Beginn der minoischen Kultur ändern.

König Minos

Vor mehr als 4000 Jahren erlebte Kreta eine Blütezeit, sie war die Keimzelle der späteren ägäischen und griechischen Bevölkerung, deren Einfluss sich bis in die heutige Zeit erhalten hat. Erst im 20. Jahrhundert fand man Spuren dieser Zivilisation auf Kreta, die etwa bis 3000 v. Chr. existierte. Sie wurde von König Minos, der gleichzeitig Verwalter, Gesetzgeber, Oberhaupt der kretischen Religion und Herrscher über die Meere war, regiert. Die minoischen Kreter pflegten freundliche Kontakte und Handelsbeziehungen mit den anderen Staaten im Osten, besonders mit Ägypten. In diesen friedlichen Zeiten konnten sich Bildung und Kunst ungestört entwickeln. Die minoische Zivilisation verschwand nach etwa 1500 Jahren völlig vom Erdboden, eventuell steht dieses Ereignis in Verbindung mit dem gewaltigen Vulkanausbruch auf Santorin.

Römer und Christen

67 v. Chr. eroberten die Römer Kreta und vereinten es mit der nordafrikanischen Cyranaica zu einer römischen Provinz. Von nun gab es keine Stadtstaaten mehr und Görtys wurde alleinige Hauptstadt. Im Jahre 57 n. Chr. erreichte Apostel Paulus gemeinsam mit seinem Begleiter Titos Kreta und setze ihn als ersten Bischof Kretas ein. Titos gilt heute noch als Schutzheiliger der Insel. Im 4. Jahrhundert begann sich der christliche Glaube allgemein durchzusetzen. 313 erließ Kaiser Konstantin ein Toleranzedikt, 391 wurde der christliche Glauben dann durch Kaiser Theodosius zur Staatsreiigion erhoben und alle heidnischen Kulte und Bräuche verboten. Im Jahre 731 löste sich die kretische Kirche von Rom und wandte sich der Orthodoxie zu. 200 Jahre später kam es zur endgültigen Kirchenspaltung zwischen der römischen und der orthodoxen Kirche, die bis heute anhält.

Die Türken

Im Jahre 1645 überfielen die Türken Kreta, das sich zwar erbittert wehrte, doch gegen ein 60.000 Mann starkes Türkenheer machtlos war. Während Chania und Rethymnon relativ schnell erobert wurden, hielt sich Iräk-lion (Heraklion) immerhin 21 Jahre. Im Jahre 1898 zwangen die Großmächte den türkischen Sultan, Kreta in die Unabhängigkeit zu entlassen. Kreta wurde de facto autonom, wenngleich der Sultan nominell die Oberhoheit auf Kreta behielt.

Neuzeit

Nachdem Kreta viele Jahrhunderte die Fremden bekämpft hat, lebt es heute von ihnen. An den Küsten wurden Touristenzentren aus dem Boden gestampft und viele Kreter leben heute ausschließlich vom Tourismus. Nur die Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten ist noch größer, wobei Kreta nicht ausschließlich für den relativ geringen Eigenbedarf produziert, sondern auch sehr viel in die europäischen Nachbarländer exportiert.

HELPHinweis:
Die Angaben in diesem Hafenführer wurden sorgfältig zusammengetragen und geprüft. Aber die Zeit kann Veränderungen bringen. Sollte eine Aktualisierung notwendig sein oder möchten Sie uns eigene Informationen zukommen lassen, dann schreiben Sie bitte an:
AIDA Cruises
Shore Operations
Am Strande 3d
18055 Rostock

go_forward.gif Unser Tag auf Kreta!

 
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