Difference: Limassol (2 vs. 3)

Revision 32010.10.09 - SvenSevke

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Limassol, Zypern

Kurzinfo

(Auszug aus den Hafeninfos der AIDAdiva):

Auf den ersten Blick

Zypern, die drittgrößte mediterrane Insel, befindet sich gerade einmal 65 Kilometer von der türkischen Südküste entfernt und versteckt sich in der nordöstlichen Ecke des Mittelmeeres. Knapp 100 Kilometer sind es nach Syrien im Osten, vom südlich gelegenen Port Said in Ägypten trennen die Insel 390 Kilometer. Vor etwa 100 Millionen Jahren öffnete sich wegen der von beiden Seiten pressenden Landmassen am Boden des östlichen Mittelmeeres ein Riss, aus dem sich heißes, flüssiges Erdgestein bis zur Oberfläche zwängte. Zypern war geboren. Die 782 Kilometer lange Küstenlinie ist sehr felsig und ausgezackt, aber es gibt auch einige Sandstrände und friedliche Buchten.

Sehenswürdigkeiten

Mit einer Bevölkerungszahl von 152.000 ist Limassol die wichtigste Hafenstadt im griechischen Sektor und eignet sich mit seinen Hafenanlagen bestens als Stützpunkt für fremde Mächte. Allerdings, einen Anspruch auf Schönheit kann sie nicht erheben. In der modernen Stadt mit ihrem fragwürdigen architektonischen Baustil gibt es außer der Burg kaum viel versprechende Bauwerke zu betrachten, die Atmosphäre in dieser Stadt allerdings ist lebendig und fröhlich.

Die Burg

In der Mittee der Stadt gelegen und nach vorherigen Renovierungsarbeiten durch die Venezianer unlängst neuerlich zeitgerecht restauriert, ist die Burg von Limassol ein recht ansehnliches und interessantes Beispiel für die Militärarchitektur jener Tage. Abgesehen von der großen Versammlungshalle gibt es weitere Räume wie die Zellen, Gänge und eine Kapelle zu besichtigen. Die Burg wurde teilweise recht geschmackvoll in ein Museum umgewandelt, in dem von frühen Töpferwaren bis zum Silber der Kreuzzüge allerlei ausgestellt ist. Wer das spiralförmige Treppenhaus bis zum Dach hinaufsteigt, wird mit einem Rundblick auf die Stadt belohnt.

Limassol-Museum

Östlich des Stadtzentrums nahe den öffentlichen Gärten befindet sich das Limassol-Museum, in dem Artefakte aus ferneren Orten wie Paphos zu bewundern sind. Außerdem wird, angefangen bei der Frühgeschichte, recht anschaulich der historische Werdegang Zyperns dargestellt. Zu den Ausstellungsstücken gehören Statuen, Amphoren, Siegel. Glaswaren, Alabaster und Goldmünzen.

Sehenswürdigkeiten außerhalb

Kolossi-Festung

Als die Kreuzritter des Johanniterordens 1291 endgültig aus dem Heiligen Land vertrieben wurden, fanden ise in Limassol Unterschlupf. Die Burg Kolossi, etwa 11 Kilometer vom heutigen Stadtzentrum entfernt, diente auch nach dem Abzug der Ritter nach Rhodos einige Jahre später als wichtiger Außenposten im Mittelmeer. Nur das nackte Gemäuer der Burg hat die Zeit bis heute überstanden, doch die Überreste sind ausgesprochen imposant Die mehr als zwei Meter dicken Wände sind mit den Wappen der Großmeister verziert und in den drei absolut leeren Stockwerken spiegelt sich die pure Architektur jener Zeit wider. Vom Dach sind die Hafenstadt Limassol und die Ausläufer des Troodos-Gebirges zu sehen. Rundum liegen die Weinanbaugebiete, in denen schon zu Zeiten der Ritter die Trauben für die beliebten Tropfen wuchsen.

Curium

Die Überreste von Curium (oder Kourion) verteilen sich auf drei verschiedene Fundstellen westlich von Limassol. Vom Hafen kommend, stößt der Besucher direkt hinter dem Dorf Episkopi an der linken Straßenseite auf die wohl eindrucksvollsten Ruinen. Herodot, der Vater der Geschichtsschreibung, erwähnte bereits die Stadt. Das beste an der hoch gelegenen Ausgrabungsstätte ist heute wahrscheinlich der Ausblick In Richtung der Akrotiri-Halbinsel. Auf der Bühne des imposanten griechisch-römischen Theaters wird jedes Jahr ein Festival mit griechischen Tragödien veranstaltet. Interessant ist auch das Badehaus mit Mosaik-Darstellungen verschiedener christlicher Symbole wie dem Fisch und dem Pfau. Nicht weit von hier kann man das Heiligtum des Apollon besichtigen, das heute wegen der vielen Erdbeben nur noch aus den Treppen und Fundamenten besteht, aber dennoch eine sehr friedliche Atmosphäre ausstrahlt. Es gab hier einst ein Theater für immerhin 6000 Zuschauer, von dem heute die Begrenzungen und ein Teil des Gebäudes wieder hergestellt sind.

Paphos

Auf dem Weg nach Paphos kommt man an dem Strand vorbei, an dem angeblich Aphrodite den sanften Wogen des Meeres entstiegen sein soll. Die Stadt Paphos selber nennt einen reizenden kleinen Hafen und einige Sehenswürdigkeiten ihr eigen. Die Königsgräber gehen zurück auf die Frühzeit v. Chr. und wurden einst direkt aus dem harten Fels gehauen. Teilweise stützen dorische Säulen und Pfeiler die Decken ab. Die Gräber sind heute leer und man weiß wenig von den ursprünglichen Nutzern dieser Begräbnisstätten, die später auch von den christlichen Bewohnern für ihre Verstorbenen genutzt wurden. Näher zum Meer hin ist in einem ausgegrabenen Bereich die Paulussäule erkennbar, an die der Apostel nach seiner Predigt gebunden wurde und 39 Peitschenhiebe erhalten haben soll. Am Hafen, der von Geschäften, Restaurants und Hotels eingerahmt ist, steht das malerische kleine Fort. Die Türken hatten die Befestigungsanlage an der Stelle einer früheren Burg errichtet. Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Paphos liegen jedoch ein paar hundert Meter weiter Richtung Landesinneres. Zwei römische Villen sind hier ausgegraben und von den Archäologen nach den darin gefundenen Mosaiken benannt worden: die Villa des Theseus und das Haus des Dionysos. Und es sind eben diese Mosaiken, die wegen ihres hervorragenden Zustands und der bildlichen Darstellungen schon Heerscharen beeindruckten.

Das Tróodos-Gebirge

Radaranlagen und ein Fernsehturm haben diesen Ort von Aphrodites Tempel in knapp 2000 Metern Höhe leider verunstaltet. Vom Gipfel des Bergs Olympus hat man aber nach wie vor einen weit reichenden Blick auf Mesaoria in Richtung Nicosia und hinunter nach Limassol an der Südküste. Pano Plates. ein malerisches, aus Holzhäusern bestehendes Dorf, ist das ganze Jahr über beliebt - im Winter speziell bei Skifreunden und im Sommer wegen seiner erfrischenden Kühle.

Léfkara

Dieses zum Teil Denkmal geschützte Dorf an den Südausläufern des Tróodos-Gebirges weist die typische Bauweise mit roten Ziegeldächern und weißen Außenmauern auf. Die verschnörkelten Holzbalkone oder Erker im ersten Stock dienen der Kühlung an heißen Sommertagen. Berühmt wurde das Dorf jedoch durch seine Spitzen und Stickereien, deren Anfertigung bis in die venezianische Zeit zurückverfolgt werden kann. Zahlreiche Souvenierläden verkaufen Léfkara-Spitzen sowie Gold- und Silberscnmuck, der hier nach antiken Vorbildern gefertigt wird.

Essen & Trinken

Es gibt oft die hinreichend bekannte Moussaka sowie Dolmades (mit Gehacktem und Reis gefüllte Weinblätter). Sehr zu empfehlen sind auch Kebabs, die hier Souvlaki heißen - meist Lammfleisch, dazu Landsalat mit köstlichem Feta-Käse. Huhn und Omeletts sind auf Zypern sehr beliebt, der Fisch reduziert sich auf wenige Arten, die vor der Küste gefangen werden, und je nach Saison recht teuer sind.

Man muss schon ein ausgesprochener Freund von Süßigkeiten sein, um sich an Bakhlava (dünne Teigschichten, die mit Nüssen gefüllt und in Honig getaucht werden) oder Loukoumades (den frittierten Gebäckballen mit Honig) erfreuen zu können, zu denen oft der schwere Commandaria (Dessertwein der Ritter des Johanniterordens) bestellt wird.

Restaurant-Empfehlungen

Ladas, 1 Saadi Street, Fischgerichte
Neo Phalyro, 135 Gladstonos Street, Fischgerichte, Fleisch und lokale Spezialitäten
Glaros, 36A Ag. Antonios Street, Fischgerichte

Shopping

In Limassol kann man gut einkaufen, die St. Andrews-Straße, die zweite Straße parallel zum Ufer, ist die Hauptgeschäftsstraße mit Juwelieren, Boutiquen und Souvenirgeschäften. Eher modische Geschäfte sind in der Anexartisias-Straße zu finden, die in die St. Andrews-Straße mündet, so wie in der Makarios III Avenue.

Souvenirs

Auf der Insel produzierte Kleidung und Lederwaren, insbesondere Schuhe, Koffer und Reisetaschen, sind preiswert. Weitere Souvenirs sind zypriotischer Honig sowie die bei uns als "Türkischer Honig' bekannte Süßigkeit, Spitzen (hier als 'Leftkaritika" bekannt), Kupfer- und Korbwaren, Töpferwaren, Puppen in Trachten und Silberschmutk.

Öffnungszeiten der Geschäfte: Vom 15. September bis 1. Mai sind die Geschäfte Montag bis Samstag von 09:30 - 18:30 Uhr geöffnet, Mittwoch und Samstag wird schon früher geschlossen. Während des Sommers (1. Mai bis 15. September) sind die Geschäfte von 09:30 - 13:00 Uhr und 16:00 - 19:00 Uhr geöffnet, mit den o.e. Einschränkungen am Mittwoch und Samstag. Wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen sind, ist oftmals länger auf.

Unser Shopping-Tipp in Limassol

Old Port Sea Sponges Exhibition Center, am Kreisverkehr am Alten Hafen gelegen, Souvenirs, Weine, Honig, Meeres-Pflegeprodukte

Von A nach B

Taxis

Taxis stehen in der Regel an der Anlegestelle zur Verfügung und sind mit Taxametern ausgerüstet,

Mietwagen

Hertz, Georghiou A. Street 61, Tel.: 25-323758
Europcar, Georghiou A. Street, Belmar Complex, Tel,: 25-322250
Astra, Georghiou A. Street, Sea Gate Block, Tel.: 25 323365

Allgemeine Informationen

Notfallnummern

Polizei: Tel, 112
Krankenwagen: Tel. 112
Krankenhaus: Tel. 25-801100

Postamt

Das Hauptpostamt befindet sich an der Themis Straße, ein zweites an der Gladstonos-Straße.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 07:30 - 14:30 Uhr.

Touristen-Information

Die Cyprus Tourism Organisation liegt in der Spyrou Araouzou Street Ho. 15, Tel.:25-362756

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 08:15 - 14:30 Uhr

Auslandsgespräche

Deutschland erreicht man mit der Landeswahl 0049, dann der Ortsnetzvorwahl (ohne 0} und der Telefonnummer des gewünschten Teilnehmers. Man kann mit Telefonkarte oder Kreditkarte telefonieren, entsprechende Telefonzellen befinden sich innerhalb und außerhalb des Passagierterminals.

Thema Geld

Die offizielle Währung ist seit dem 1. Januar 2008 der Euro.

Öffnungszeiten der Banken: Montag bis Freitag von 08:00 - 14:00 Uhr

Baden und Sträne

Knapp fünf Kilometer östlich von Limassol gibt es den öffentlichen Dassoudi-Strand, der über Umkleidekabinen, kleine Bars und Wassersportmöglichkeiten verfügt.

An die südwestlichen Begrenzungen des neuen Hafens von Limassol schließt sich ein langer Sandstrand namens Ladies Mile an. Wegen der guten Ausstattung mir allen Annehmlichkeiten ist dieser Strand bei Schwimmern und Sonnenanbetern sehr beliebt

Historischer Ruckblick

Frühzeit

Die Entdeckung von Kupfer etwa 2500 v. Chr. gab der Insel wohl ihren Namen. Das griechische Wort für Kupfer ist übersetzt gleich bedeutend mit Zypern. Es wird angenommen, dass die Insel in der relativ zivilisierten Mittelmeer-Welt jener Tage eine wirtschaftlich bedeutende Rolle spielte. Vor der Zeit von Tutenchamun an wurde Zypern bereits von den Ägyptern als Rohstofflieferant erkannt. Aber Zypern hat auch außergewöhnlich fruchtbare Böden. Zitrusfrüchte und Getreide, Kartoffeln, Möhren und andere Gemüsesorten wurden hier kultiviert, hinzu kamen Bananen, Feigen, Erdbeeren, Melonen, Avocados und Granatäpfel, Oliven- und Johannesbrotbäume, letzte mit der Karube-Frucht, von der Johannes der Täufer in der Wildnis gegessen haben soll, bestimmen das Bild der Täler und Tiefebenen der Insel. Weinstöcke sind fast überall zu finden. Die Hauptproduktion konzentriert sich auf den Südwesten der Insel. Von hier stammt auch der berühmte Desssrtwein "Commandaria", der auf die Zeit der Ritter des Johanniterordens zurückgeht.

Richard Löwenherz und die Kreuzzüge

Etwa gegen 800 v. Chr. begannen Griechen aus dem Westen und Phönizier aus dem heutigen Libanon die Insel zu kolonisieren. Was sie an Zypern besonders reizte, waren das Klima, die natürlichen Ressourcen sowie die Häfen und Wälder. Danach wurde die Insel zunächst vom Imperium Alexander des Großen geschluckt, später entwickelte sie sich zu einem sehr kleinen Zahnrad im Räderwerk des römischen Reichs. Als das römische Reich Ende des 4. Jahrhunderts geteilt wurde, fiel Zypern unter die Herrschaft Konstantinopels. Obwohl zweimal von den Arabern angegriffen, schaffte es die Insel doch selbst unter byzantinischer Regierung christlich zu bleiben. Damit spielte Zypern als letzter Hafen vor der Überfahrt ins Heilige Land eine wichtige Rolle in den folgenden Kreuzzügen.

Vor seiner Schlacht mit Saladin heiratete Richard Löwenherz auf Zypern Berengaria von Navarre. Auf einer seiner vorherigen Reisen zum Heiligen Land hatte er die Insel kurzerhand unterworfen, weil er sich von der Beleidigung seiner Verlobten durch die Byzantiner provoziert gefühlt hatte. Doch als Richard die Insel zur Fortsetzung seines Kreuzzuges verlief, verkaufte er sie für 100.000 Goldstücke an die Retter des Tempelordens. Nach dem Fall der Stadt Acre nahe Haifa im Jahre 1291 errichteten die Johanniter-Kreuzritter aus Jerusalem ihr Hauptquartier in Limassol. Sie blieben bis zum Jahr 1309 auf der Insel und ließen in der Burg von Kolossi Außenposten zurück.

Nach einem Jahrhundert unter venezianischer Ägide kamen die Türken als neue Herrscher auf die Insel - und blieben für 300 Jahre, bis die Briten die Insel 1878 kauften. Anfänglich noch ein Protektorat, erlangte Zypern 1928 den Status einer Kronkolonie. 1960 wurde die Insel unabhängig, nachdem griechische Freiheitskämpfer die britischen Truppen jahrelang im Namen der politischen Union mit Griechenland in Atem gehalten hatten. Trotzdem haben die Briten bis heute zwei Stützpunkte auf der lnsel.

Ein geteiltes Zypern

Im Jahre 1964 schickte die UN als friedenssichernde Maßnahme einen Trupp Blauhelme nach Zypern. Anlass waren die zunehmenden Spannungen zwischen den Griechen und Türken auf der Insel. Etwa 10 Jahre lang bestand ein recht wackliger Frieden, bis Griechenland den ersten Schritt in die falsche Richtung machte und der Türkei damit den Grund gab, den Norden zu besetzen, um die eigene Minderheit dort vor Übergriffen zu schützen. Die türkische Gemeinschaft beanspruchte fortan den Norden und vertrieb alle dort lebenden Griechen, wovon die meisten auf den grlechisch-zypriotischen Teil der Insel umsiedelten. Im Ergebnis ist Zypern heute ein geteiltes Land. Von den 740.000 Einwohnern sind 13,5% oder 88.000 auf Zypern geborene Türken. Die Besetzung des Nordens wird faktisch von keinem anderen Land außer der Türkei anerkannt. Die restliche Inselbevöllkerung sieht in der jetzigen Situation eine widerrechtliche Okkupation, das Reisen zwischen den beiden Sektoren ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Aktuelle Bemühungen zielen immer wieder auf eine Lösung des Konfliktes hin.

HELPHinweis:
Die Angaben in diesem Hafenführer wurden sorgfältig zusammengetragen und geprüft. Aber die Zeit kann Veränderungen bringen. Sollte eine Aktualisierung notwendig sein oder möchten Sie uns eigene Informationen zukommen lassen, dann schreiben Sie bitte an:
AIDA Cruises
Shore Operations
Am Strande 3d
18055 Rostock

go_forward.gif Unser Tag auf Zypern!

 
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