Difference: PortSaid (1 vs. 2)

Revision 22010.10.08 - SvenSevke

 %META:TOPICPARENT{name="2010-06-02"}% (Auszug aus den Hafeninfos der AIDAdiva):

Über den Suez Kanal

Die ersten Bestrebungen Ägyptens, den Schiffs- und Handelsverkehr vom Mittelmeer mit dem Osten zu verbinden, begannen vor unserer Zeitrechnung, im Jahre 1400 v. Chr. wurde ein Verbindungskanal zwischen dem Nil und den Bitter-Seen geschaffen, von dort aus wurden die Güter über Land zum Roten Meer transportiert. Es dauerte noch eine kleine Ewigkeit bis zum Jahr 285 v. Chr., bis endlich eine vergrößerte und verlängerte Version dieses Kanals die beiden Meere verband, wobei der Nil weiterhin mit einbezogen wurde. Heute existieren nur noch wenige Spuren dieses Kanals. Die direkte Verbindung von Suez mit Port Said war erstmals um das Jahr 700 n. Chr. von Haroun al Raschid in Erwägung gezogen worden. Er verwarf die Idee jedoch wieder aus Furcht vor Artgriffen der byzantinischen Seestreitkräfte auf seine Besitztümer am Roten Meer.

Erste Hoffnungen begraben

Die Entdeckung der Kap-Route nach Indien im 15. Jahrhundert durch den portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama beendete das Monopol der Venetianer auf den Handel zwischen Europa und dem Osten. Diese bemühten sich alsbald, den von den westeuropäischen Nationen gewonnenen Vorteil bei der Kap-Umsegelung durch die Planung des Suez-Kanals auszugleichen. Allein, das Projekt wurde wieder begraben. In der Mitte des 17. Jahrhunderts war es Louis XIV., der die Eroberung Ägyptens und den Bau eines Kanals erwog, um sich in den Besitz des Ostens und all seiner Reichtümer zu bringen. Diese Projekte wurden jedoch nie realisiert. Auch nicht der Traum Napoleons, dem nach seiner Invasion in Ägypten im Jahre 1798 ein riesiges französisches Königreich im Osten vorschwebte, Sein Enthusiasmus wurde durch die Berichte seiner Ingenieure nachhaltig gedampft, die einen Höhenunterschied von etwas über 10 Metern zwischen den beiden Meeren an den Enden des Kanals festgestellt hatten, Bevor sich dieses als ein Fehler in der Vermessung herausstellen konnte, war Napoleons Flotte bereits durch Nelson vernichtend geschlagen und die französische Besetzung von Ägypten beendet worden.

Der Baubeginn

Im Jahre 1854 erhielt Ferdinand de Lesseps von Said Pasha, dem Kalifen von Ägypten, für seine Firma "Compagnie Universelle du Canal Maritim de Suez" die Genehmigung, den heutigen Suez-Kanal zu bauen und von 1869 an für 99 Jahre zu betreiben, Das Kapital für den Bau wurde fast ausschließlich in Frankreich und Ägypten aufgebracht und sollte im Laufe der Konzessionsjahre schrittweise zurückgezahlt werden. Mit Rendite versteht sich. Die Engländer hatten keinen Anteil an der Konstruktion des Kanals. Im Gegenteil, Lord Palmerston, der britische Außensekretär, versuchte alles in seinen Kräften stehender um den Bau zu verhindern. Er nannte de Lesseps' Projekt eine Luftblase, die nur dazu dienen sollte, ahnungslose Investoren zu umgarnen. England war vor 100 Jahren der festen Überzeugung, dass der Kanal dem britischen Handel ernsthaften Schaden zufügen würde, heute wissen wir, dass kaum eine Nation mehr von der Existenz des Kanals profitierte, als England,

Die Finanzierung

De Lesseps war ein Mann voller Energie, der alle ihm in den Weg gestellten Schwierigkeiten irgendwie umschiffte. Der Bau wurde im Jahre 1859 begonnen und der Kanal 1869 durch Ismail Pasha und Kaiserin Eugine feierlich eröffnet. Das Projekt kostete 57 Millionen Britische Pfund, Zum Vergleich. Der Panamakanal kostete 75 Millionen Pfund.

Im Jahre 1375 wurde Lord ßeaconsfield, dem damaligen britischen Premierminister, zur Kenntnis gebracht, dass der Kalif von Ägypten dringend Bargeld benötige und seinen Anteil am Suez-Kanal-Projekt verkaufen wolle, Ohne das Kabinett zu konsultieren, lieh sich Beaconsfield das nötige Geld von den Rothschilds und kaufte im Namen von England die Anteile auf Mit diesem Ankauf wurde England mit 44 Prozent des Kapitals der bei weitem größte individuelle Anteilseigner. Am 26. Juli 1956 wurde das Suez-Kanal-Unternehmen von der ägyptischen Regierung verstaatlicht.

Sehenswürdigkeiten in Port Said

Dank ihrer Lage direkt an der Einfahrt zum Suez-Kanal am Mittelmeer und der Nähe zur Hauptstadt Ägyptens ist die Stadt heute ein beliebter Hafen für zahlreiche Kreuzfahrtschiffe,

Die Stadt selber wurde im Jahre 1859 gegründet und hat heute 400.000 Einwohner, von denen viele beruflich mit dem Suez-Kanal verbunden sind. Für Freunde der Seefahrt gibt es hier jede Menge zu sehen, angesichts der vielen Schiffe, die in den Kanal einfahren oder ihn gerade verlassen und vor der Weiterfahrt nach Amerika, Europ0a, Australien oder den Fernen Osten noch Wasser, Treibstoff und sonstige Vorräte bunkern.

Port Said ist auf einer sandigen Halbinsel zwischen dem Menzalah-See und dem afrikanischen Westufer des Kanals errichtet worden Auf der asiatischen Südseite des Kanals liegt der 1925 gegründete Vorort Port Fouad, in dem sich Lagerhallen. Werkstätten und Einrichtungen der Suez-Kanal-Behörden befinden. Port Fouad ist eine moderne Stadt mit allem Komfort, breiten, gut geplanten Straßen, schönen Häusern und zahlreichen Clubs und Cafeterias am Strand.

Hauptanziehungspunkt ist natürlich Kairo! Die Busreise dorthin dauert etwa drei Stunden, wobei die ersten 40 Kilometer am Kanal entlang führen.

Sehenswürdigkeiten in Kairo.

Die Metropole Kairo verbindet mit ihrer erstaunlichen Vielfalt Afrika, den Orient und Westeuropa. Die Hauptstadt Ägyptens ist bei weitem die größte Stadt Afrikas mit Schwindel erregenden 17 Millionen Einwohnern, von denen die meisten aber in Armut leben. Der immer noch existierende Trend zur Großfamilie sowie die Anziehungskraft, die die Hoffnung auf bescheidenen Wohlstand in der Hauptstadt Kairo auf die Bewohner des Umlandes ausüben, haben sehr zur Bevölkerungsexplosion beigetragen.

Zur Zeit der Römer wurde die Stadt Babylon genannt, die Festung stammt etwa aus der Zeit Jesu. Im alten Kairo, verbunden mit der El-Moallaka-Kirche, findet der Besucher heute das Koptische Museum (Kopte = Angehöriger der christliche Kirche in Ägypten), In ihm werden neben sakraler Kunst interessante Gegenstände und Geräte des täglichen Gebrauchs vom 3 bis zum 18 Jahrhundert gezeigt. Koptische Kirchen, wie St. George, St. Sergius und St. Barbara, sind meist klein und verströmen ein eigenwilliges religiöses Charisma. Der noch junge Glauben florierte damals an Orten, die für den westlichen Betrachter heute eher malerisch anmuten.

Es gab hier im 7. Jahrhundert auch eine arabische Siedlung. Die zwei Jahrhunderte später im Jahre 879 gebaute Moschee von Ibn Tulun ist in ihrer architektonischen Ausstrahlung ebenso einfach wie streng gehalten. Die heutige Stadt ist eigentlich sehr viel jünger, denn Fatimid Caliphs legte den Grundstein von AI-Qahira (die Siegreiche) im Jahre 969. Die mittelalterliche Stadt, die sich hier alsbald entwickelte, ist bis heute praktisch intakt. Ein Spaziergang durch die engen Gassen, vorbei an altersschwachen Eingangstüren und zerbröckelnden Innenhöfen, bietet faszinierende Einblicke m eine andere Kultur und Lebensart. Der Khan El Khalili-Bazaar zieht mit seinem geschäftigen Treiben Anwohner und Touristen gleichermaßen an. Er datiert bis auf das 14. Jahrhundert zurück, und auch heute wird hier noch kräftig um den Preis gefeilscht. Auch die Sultan Hassan-Moschee mit ihrer bewundernswerten Architektur und Inneneinrichtung enttäuscht den Besucher nicht. Sie wurde im 14. Jahr-hundert errichtet und ist das wohl bedeutendste Denkmal ägyptisch-arabischer Baukunst.

Saladin. der Bezwinger von Richard Löwenherz, bescherte der Stadt einen neuen Aufschwung, Er veranlasste den Bau der Zitadelle, eine starke Befestigungsanlage auf dem Hügel oberhalb der Stadt. Die wichtigste Attraktion hier oben ist die aus dem 19. Jahrhundert stammende Alabastermoschee von Mohammed Ali, dem Begründer der letzten Königsdynastie Ägyptens. Im osmanisch-türkiichen Stil mit Kuppeln und Bleistift dünnen Minaretten errichtet, verströmt der Bau von Außen ein Gefühl von Machht und Stärke, während sich das Innere kühl und wohlhabend gibt.

An den Ufern des majestätischen Nils reihen sich die modernen Luxushotels aneinander. Gleich neben dem Hilton-Hotel nordwestlich des Tahrir-Platzes glänzt das etwas altmodisch anmutende Ägyptische Museum mit seinen Schätzen. Es wurde 1857 von dem französischen Ägyptologen Auguste Mariette gegründet, um der hemmungslosen Ausfuhr von ägyptischen Antiquitäten Einhalt zu gebieten. In ihm befindet sich die größte und bedeutendste Sammlung von Funden ägyptischer und griechisch-römischer Altertümer aus dem Niltal. Es komplett zu besichtigen, ist an einem Tag unmöglich. Anschauen sollte man sich aber auf jeden Fall die wertvollen Funde aus dem Grab des Tutanchamun und den Mumiensaal.

Die Pyramiden von Giseh

Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit des Landes, die jedem sofort in den Sinn kommt, wenn er das Wort Ägypten hört, ist zweifellos die Pyramidenanlage von Giseh, die etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt. Sie besteht aus neun Pyramiden, leider sind die sechs kleineren schon recht verfallen, sowie die drei Hauptpyramiden der altägyptischen Herrscher Cheops, Chephren und Mycerinus. Die Welt berühmten Bauwerke stehen auf einem Plateau aus Kalkstein, der den Baustoff für diese faszinierenden Konstruktionen bildet.

Die älteste und größte der Pyramiden ist gleichzeitig auch das einzige heute noch bestehende antike Weltwunder. Die Cheops-Pyramide datiert zurück auf etwa 2600 v. Chr. und flößt als größtes, von Menschenhand gebautes Bauwerk ohne Zweifel Ehrfurcht ein. Wenn man die statischen Berechnungen, die notwendig waren, sowie die enorme Genauigkeit, mit der der Bau ausgeführt wurde, dem hohen Alter gegenüberstellt, dann kann man nicht anders, als von diesem "riesigen Steinhaufen" beeindruckt zu sein. Bei einer Höhe von mehr als 137 Metern und mit einem Umfang von gut 800 Metern besteht die höchste der drei Pyramiden im Kern aus immerhin 2,5 Millionen Steinblöcken, von denen jeder im Schnitt 3 Tonnen wiegt, Die weichere Kalksteinummantelung ist fast vollständig verschwunden, sie diente als Baumaterial für Moscheen und Kirchen in Kairo. Die Ausrichtung nach dem Kompass ist fast perfekt und der Höhenunterschied zwischen der nordwestlichen und der südöstlichen Ecke beträgt kaum mehr als einen Zentimeter. Der Aufstieg auf die Spitze der Pyramide ist nicht mehr erlaubt, aber durch das Labyrinth aus Tunneln und Treppen kann man immer noch ins Innere dieses gigantischen Bauwerks bis zur Grabkammer hinabsteigen. Vorsicht: Es ist eine ausgesprochen aufregende, aber auch anstrengende und klaustrophobische Erfahrung.

Chephren war der Sohn von Cheops, und seine Pyramide (Chephren-Pyramide) wirkt, obwohl sie etwas kleiner ist, tatsächlich höher als die Cheops-Pyramide. Dies ist eine optische Täuschung, da sie auf einem etwas höher liegenden Grundstück steht. Die oberste Spitze zeigt noch die Kalksteinverkleidung von einst, das Innere ist weniger komplex. Chephrens Sohn Mycerinus ließ für sich die kleinste der drei Pyramiden bauen. Obwohl aus nicht weniger als 200.000 Steinblocken bestehend, wirkt sie doch zwergenhaft im Vergleich zu den anderen beiden und markiert das Ende der Zeit grandioser Pyramidenbauwerke.

Neben Chephrens Tempel wacht der rätselhafte Sphinx mit einem Löwenkörper und dem Kopf des Pharao. Aus einem einzigen Felsblock geformt war diese majestätische Skulptur fast vollständig im Sand begraben, bis Napoleons Soldaten sie wieder ans Tageslicht beförderten. Heute ist der Sphinx durch eine Absperrung wirkungsvoll von seinen Besuchern getrennt und begrüßt jeden Tag die aufgehende Sonne - so wie er das schon seit 4500 Jahren tut...

Memphis

Das legendäre Memphis, etwa 33 Kilometer von Kairo, ist eine der ältesten Städte der Welt. Während des Alten Reichs um 3200 v. Chr. war Memphis die Hauptstadt von Ägypten. Über die Jahrhunderte ist die Stadt vom Schlamm des Nils fast voll ständig bedeckt worden, deshalb gibt es hier heute auch nur wenig zu sehen, herausragend ist jedoch der Alabaster-Sphinx, der stolze 80 Tonnen wiegt. Die kolossale Statue von Ramses II. ist umgefallen und kann heute in ihrer Liegeposition dank einer Dachkonstruktion mit Brüstung von oben betrachtet werden.

Essen & Trinken

Türkisch-arabische Traditionen und mediterrane Einflüsse prägen die ägyptische Küche. Das "Brot des armen Mannes" heißt Foul. Das sind kleine getrocknete braune Bohnen, die man stundenlang auf sehr kleinem Feuer kocht, würzt und dann mit Olivenöl, Zitrone, Fladenbrot und Salat verspeist. Filafil sind scharf gebratene Gemüsefrikadellen, Dolma gefüllte Paprikaschoten oder Weinblätter und Kufta am Spieß gegrillte Hammel-Hackfleischröllchen. Das Nationalgetränk ist Tee. Bei Getränken, vor allem Mineralwasser sollte man vorsichtshalber darauf achten, dass die Flaschen original verschlossen sind.

Restaurants

Kastari, Fischgerichte
El Borg, Fischgerichte
Abdou Kofta, spezialisiert auf Kebaps

Alle drei Restaurants liegen in der Atef El Sadat Straße.

Shopping

Port Said ist zollfreie Zone, deshalb sind Waren aus aller Welt, von England bis Hong Kong, besonders preiswert. Aus Ägypten selber stammen einige recht attraktive Souvenirs wie z.B. Silber- und Goldschmuck (Kartuschen), Artikel aus Onyx, Alabaster, Leder, Metallteller und Teppiche.

Die besten Einkaufsmöglichkeiten hat man in der El Gomhoria Straße, der Memphis Straße, der El Hamidy Straße und der El Tougary Straße.

Öffnungszeiten der Geschäfte: Einige Geschäfte sind täglich von 10:00 - 20:00 Uhr geöffnet, andere haben eine Mittagspause. Einige der großen Kaufhäuser öffnen sogar bis in die Nacht, wenn Schiffe im Hafen liegen.

Von A nach B

Taxis

Taxis stehen in der Regel an der Pier ausreichend zur Verfügung, doch die Nutzung eines Taxameters {wenn vorhanden) ist nicht immer die Regel. Preise sollten deshalb je nach Fahrziel unbedingt vorab vereinbart werden.

Mietwagen

Wegen der eher chaotischen Verkehrsverhältnisse besonders in Kairo ist von Mietwagen abzuraten,

Allgemeine Informationen

Notfallnummern

Polizei: Tel. 122
Krankenwagen: Tel. 123

Touristen-Information

Die Touristen-Information liegt in der Palestine Straße 8, Tel.: +2066 32 35 289.

Öffnungszeiten täglich von 08:00 - 20:00 Uhr.

Post

Das Postamt liegt m der El Gomhoria Straße.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 08:00 - 15:00 Uhr.

Auslandsgespräche

Deutschland erreicht man mit der Landesvorwahl 0049, dann der Ortsnetzvorwahl (ohne 0) und der Telefonnummer des gewünschten Teilnehmers.

Thema Geld

In Ägypten bezahlt man mit dem ägyptischen Pfund (E£). 1 E£ unterteilt sich in 100 Piaster.

Der Umtausch ist in Wechselstuben und Banken möglich, Hotels geben in der Regel einen schlechteren Kurs. Akzeptiert werden alle gängigen internationalen Währungen, Reiseschecks und zum Teil Kreditkarten.

Öffnungszeiten der Banken: Montag bis Donnerstag sowie Sonntag von 08:30- 14:30 Uhr.

Baden & Strände

keine Empfehlung

Bakschisch

So heißt hier das Trinkgeld, das bei jeder noch so kleinen Dienstleistung fällig wird, Es lohnt sich deshalb, immer einen Vorrat an kleinen Scheinen parat zu haben.

HELPHinweis:
Die Angaben in diesem Hafenführer wurden sorgfältig zusammengetragen und geprüft. Aber die Zeit kann Veränderungen bringen. Sollte eine Aktualisierung notwendig sein oder möchten Sie uns eigene Informationen zukommen lassen, dann schreiben Sie bitte an:
AIDA Cruises
Shore Operations
Am Strande 3d
18055 Rostock

go_forward.gif Unser Tag in Ägypten!

 
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