Unsere Kota

Tagebuch

14.07.2005

Für heute ist die Lieferung der Kota geplant. An sich hätte die Spedition den genauen Zeitpunkt telefonisch mit mir abstimmen sollen, aber bisher hatte sich noch niemand gemeldet. Um 9:00 Uhr rief ich vorsichthalber Herrn Hintz von der Handelsagentur Kehrer an. Herr Hintz übernahm sofort die Klärung mit der Spedition. Diese rief mich dann wenig später an und teilte mir mit, dass die Kota um 11:00 Uhr geliefert werden würde. Zu dem Zeitpunkt befand ich mich natürlich an meinem Arbeitsplatz, so dass mir diese kurzfristige Terminierug überhaupt nicht passte. Die Spedition zeigte sich sehr unflexibel: weder mein Vorschlag, am Freitag Abend, noch der, wenigstens erst um 13:00 Uhr auszuliefern, damit ich noch einen Termin wahrnehmen und nach Hause fahren konnte, wurde akzeptiert. So blieb mir nichts weiter übrig, als meine Vormittagsplanung über den Haufen zu werfen und nach Hause zu fahren. Der Spediteur war dann auch schon kurz vor 11:00 Uhr da. Das Abladen der 1,1 Tonnen auf einer einzigen Palette stellte kein Problem dar und dauerte auch nicht lange.

ALERT! Hinweis: Das Verhalten der Spedition kann ich nicht der Firma Kehrer anlasten. Diese hat alles getan, um eine reibungslose Lieferung zu gewährleisten. Selbst auf dem Lieferschein war ausdrücklich der Tag als Fixtermin hervorgehoben. Der Tag war auch nicht das Problem. Mein Rat: versuchen Sie einige Tage vor dem Liefertermin einen Ansprechpartner bei der ausliefernden Spedition zu erfahren (eventuell über Herrn Kehrer), um die Zeit abzustimmen.

Noch steht die Kota gut verpackt auf der Palette

15.07.2005

Heute haben wir mal angefangen, die Palette zu entladen. Da wir in den nächsten Tagen mit Regen rechnen und keinen Unterstellplatz haben, blieben die großen Teile vorerst auf der Palette. Alles andere wurde ins Wohnzimmer zwischengelagert, so dass wir die Teile nach und nach mit Holzgrundierung (gegen Blaufäule) streichen können. Natürlich nicht im Wohnzimmer, sondern draußen, die Imprägnierung ist giftig! Bei der Palette haben wir die Plastikfolie wieder über die Wand- und Deckenelemente gezogen, so kann auch bei Regen nichts geschehen. Die schwarze Lackierung der Kamin- und Grillteile ist hier und da angekratzt, so dass man das blanke Metall sehen kann, aber es sollte nicht rosten. Wahrscheinlich werde ich trotzdem noch mal ein bißchen Schwarz drüber sprühen. Die Holzteile sehen momentan sehr rustikal aus, mal sehen, ob beim Zusammenbau alles passt. Andrea streicht die Holzteile

16.07.2005

Das Wetter spielt mit oder ... eigentlich ist es viel zu heiß zum Arbeiten, aber man hat ja immer etwas zum Meckern. Heute wollten wir damit beginnen, das Holz mit einer vor allem gegen Blaufäule imprägnierenden Grundierung anzustreichen. Wir haben uns für Bondex Nadelholz Imprägnier-Gund Ultra farblos entschieden. Die Transportpalette wurde mit Holzbrettern zu einer Art Käfig erweitert, der dem ganzen Gebilde die notwendige Stabilität gibt. TIPDie Bretter sind mit SPAX-Schrauben TX25 (Torx) verschraubt. Besorgen Sie sich also ein entsprechendes Bit.

Weiter sind die Kota-Wände mit kleinen Brettchen zusammengehalten, die Sie am besten vorsichtig mit einem Kuhfuß heraushebeln.

Während Andrea sich vor allem um das Imprägnieren des Holzes kümmerte, habe ich mit Hammer und Meißel die gesamte Kante des Betonfundaments begradigt. Der Beton war unterhalb der nicht besonders hohen Verschalung ziemlich weit zur Seite hinausge"flossen". Darunter befand sich weiter die trennende Baufolie. Beides habe ich begradigt, so dass das Wasser später ungehindert ablaufen kann, ausserdem Pflanzen eine Chance zur Bewurzelung haben.

Leider hielt das Wetter nicht den ganzen Tag, sondern wurde am Nachmittag durch ein heftiges Gewitter unterbrochen. Vorsichtshalber hatten wir die Folie, mit der das ganze Palettenpaket abgedeckt war, nur so weit geöffnet, dass wir die benötigten Wände herausnehmen konnten. Das Paket ließ sich also schnell wieder mit Klebeband verschließen. Die bereits fertig gestrichenen Wände wurden an eine Hauswand gelehnt und in zusätzliche Baufolie (so etwas sollte in keinem Haushalt fehlen) eingewickelt.

17.07.2005

Das Wetter lud heute ein, mit der Imprägnierung der Holzteile fortzufahren. Der erste 5 Liter Eimer wurde so geleert. Es fehlen jetzt noch die Dachteile, die wir dann im Laufe der Woche abends streichen werden.

Ich habe mir auch noch einmal das mitgeschickte Video angesehen. Leider sind alle gesprochenen Texte auf Finnisch, für uns also nicht verständlich. Auch ist die Kameraführung nicht immer optimal, so dass einige Informationen fehlen. Hier wird wohl Improvisationstalent benötigt. Den eigentlichen Aufbau der Kota planen wir für das nächste Wochenende, falls das Wetter mitspielt.

18.07.2005

Heute hat es leider am Abend geregnet, so dass wir nicht wesentlich weiter gekommen sind. Während ich im Baumarkt einen weiteren 2,5 Liter Eimer Grundierung gekauft habe, hat Andrea angefangen, ein paar Balken mit Dauerschutz-Lasur zu streichen. Als ich dann zu Hause war, vertauschten wir die Rollen. Andrea hatte noch einen Termin, und ich nutzte Regenpausen, um einige Kota-Teile zu grundieren.

19.07.2005

Auch heute ist das Wetter sehr unbeständig. Bis auf fünf Dachseiten sind jetzt alle Holzteile imprägniert. Eine Wand haben wir außerdem mit Dauerschutz-Lasur kieferfarben gestrichen, aber das muss nun trocknen, bevor wir es im Regen stehen lassen können. Unser Wohnzimmer ist momentan ein Holzlager.

20.07.2005

Offensichtlich haben wir uns in Bezug auf das Wetter eine schlechte Woche ausgesucht. Immerhin blieb es heute die beiden Stunden, die wir am Abend Zeit hatten, um weitere Teile zu streichen, trocken. So konnte ich die restlichen Dachwände imprägnieren, während Andrea wieder mit der Dauerschutz-Lasur beschäftigt war. Der 2,5 Liter Eimer Grundierung ist nun ebenfalls leer, wir haben also insgesamt 7,5 Liter verbraucht. Wir sind beim Streichen nicht gerade sparsam vorgegangen, aber haben auf der anderen Seite auch nur einmal gestrichen. Bei der Lasur gehen wir so vor, dass alle Teile einmal gestrichen werden, die außen liegenden Teile anschließend ein zweites Mal.

21.07.2005

Heute fiel meine Arbeitskraft aus, weil ich abends noch einen geschäftlichen Termin hatte. Aber Andrea hat weiter gestrichen. Regen gab es keinen. Im Internet hat Andrea noch eine weitere ausführliche Montageanleitung gefunden. Insgesamt sind leider noch viel zu wenige Teile gestrichen, aber das lässt sich nun nicht mehr ändern. Der größte Teil der Kota wird nach dem Aufbau angepinselt.

22.07.2005

Auch heute haben wir weiter Holz mit Lasur angestrichen. Vor allem wollte ich die Außenseiten mit Holzschutz versehen, da für morgen der Aufbau geplant war. Bei dem unbeständigen Wetter sollte das Holz zumindest außen gegen Regen geschützt sein. So habe ich bis ca. 22:00 Uhr gestrichen.

23.07.2005

Heute sollte der Aufbau starten. Zunächst verbrachten wir reichlich Zeit damit, die Ringbalken in eine sinnvolle Anordnung zu bekommen. Das Einmessen erwies sich als beliebig schwierig, da die Balken selber leicht in der Länge variierten. Immerhin waren sie schon auf das notwendige Maß gekürzt, um die Kota-Wände überstehen zu lassen. Irgendwann passte es halbwegs und wir haben die Balken zusammengeschraubt. Es sollte ja keine Doktorarbeit werden. Das nächste Problem war das Fundament, das zwar ausreichend groß war, aber in sich verschoben, so dass man das Ringbalken-Sechseck schieben und drehen konnte, wie man wollte, es hing immer an irgendeiner Stelle in der Luft. Die gesamte Kota wird aber von den Ringbalken getragen, die Balken sollten also möglichst vollständig auf dem Fundament aufliegen. Am Ende hatten wir eine Position, die uns zufrieden stellte, aber auf der Türseite eine schiefe Kante Fundament sichtbar ließ. Geplant war, um das Fundament herum einen Streifen Terrassenplatten zu legen, damit das Regenwasser vom Dach nicht direkt in den Rasen tropfte, sondern auf die Steinplatten. Das Fundament selber ragt an der Türseite ca. 2 cm über den Boden, ist auf der gegenüberliegenden Seite allerdings wegen leichtem Gefälles schon ca. 15 cm hoch. Damit die wichtige Türseite später optisch sauber aussieht, haben wir das Fundament an der Außenkante der Ringbalken mit einem Strich markiert, und das Betonfundament dort um ca. 5 cm Tiefe abgeflext. Hat uns vier Trennscheiben gekostet.

Einige Kopfschmerzen machte uns auch, wie wir die Ringbalken in das Fundament dübeln konnten. Dübel setzen und später versuchen, mit den Holzschrauben die Dübel durch das Holz hindurch blind zu treffen, schien uns kein guter Gedanke zu sein. Wir entschieden uns, das Problem zu verschieben und erst einmal die Wände aufzustellen. Vorher haben wir aber unter die Ringbalken noch als Feuchtigkeitssperre schmale Baufolienstreifen geschoben.

Wir haben zwischen alle Wände Bauschaum gespritzt, das quoll zwar zum Teil wieder heraus, konnte aber später nach dem Trocknen leicht abgeschnitten werden. Das Aufstellen der Wände machte keine Probleme, zunächst schien es aber so, dass die Wände nicht richtig sauber auf den Ringbalken standen. Das war von Bedeutung, weil die Standfläche, mit der jede Wand auf dem Balken aufsteht, jeweils nur aus den beiden unteren Flächen von zwei senkrechten Latten auf der Innenseite besteht. Wenn diese (etwa 3x4 cm pro Latte) nicht auf dem Balken stehen, dann hängt die ganze Wand in der Luft bzw. fällt runter. Wir haben die Wände so auf den Ringbalken verschoben, dass sie überall etwa gleich gut aufstanden. Den langen waagerechten Spalt zwichen Unterkante Wand und Ringbalken haben wir mit Bauschaum ausgespritzt. Anschließend haben wir die Wände von außen pro Wand je dreimal in die Ringbalken verschraubt. Dabei konnte der Spalt noch einmal deutlich reduziert werden. Die Schrauben halten außerdem die Wände zusätzlich an den Balken. Runterfallen kann jetzt nichts mehr.

Nun war ein guter Zeitpunkt, um die Ringbalken endgültig in das Fundament zu dübeln. Wir haben dazu 8er Dübel genommen, entsprechend Löcher durch das Holz bis in das Fundament gebohrt, dann eine dicke Karosseriescheibe (besonders große Unterlegscheibe) auf eine 100er SPAX-Schraube geschoben, den Dübel leicht auf die Schraube gedreht, und das Ganze mit einem Hammer durch das Holz bis in den Beton getrieben. Danach musste die Schraube noch angezogen werden. Wir haben pro Ringbalken je 3 Dübel vorgesehen. Nur auf der Türseite haben wir in der Mitte keine Schraube gesetzt, da die große Karosseriescheibe dort nicht schön aussehen würde.

Gesims mit Holzecken von innen und Flügelstützen von außen stellten kein Problem dar. Unter das Gesims haben wir eine Schlange Silikon auf die Kota-Wand gespritzt, außerdem in die waagerechten Eck-Fugen zwischen den Gesims-Brettern. Problem war, dass nicht alles so exakt ausgerichtet werden konnte wie geplant, weil das Holz doch überall Spiel hatte. Eins der beiden kurzen Gesims-Bretter an der Türseite mussten wir an der Verbindungsseite zum nächsten Brett abhobeln, da der Ansatzwinkel einen zu großen Spalt gelassen hätte.

Nun ging es daran, die Dachflächen aufzustellen. Zunächst muß gesagt werden, dass das am besten geht, wenn zwei Männer die Seite von außen hochheben, und ein dritter von innen die Seite abstützt. Auf diese Weise lassen sich die Teile leicht in die vorgesehene Gesimsfuge stellen.

Am Ende passten leider nicht alle Dachteile zusammen. Wir hatten zwischen zwei Teilen einen Spalt von ca. 5 Zentimetern, was eindeutig zuviel war. Durch Tauschen zweier Teile erreichten wir, dass wir symmetrisch je einen großen Spalt hatten. Nun mußten wir die Kota nur noch von links und rechts zur Mitte hin leicht hochklappen, um den Spalt zu schließen. Hierzu war Brainstorming angesagt. Wir kamen zu folgenden Lösungsansätzen:

1.) Auf den entsprechenden Flügelbrettern, die in den Ecken als Auflagepunkte für das Gesims fungierten, kleine Keile einzufügen, so dass die Gesimsbretten leicht nach oben gedreht werden.

2.) Unter die Auflagekanten der Dachteile lange keilförmige Leisten schrauben, um den gleichen Effekt unabhängig von den Gesims-Brettern zu erreichen. Vorteil wäre, dass eine Verwindung der Gesims-Bretter vermieden werden könnte.

3.) Die Gesimsbretter selber leicht zu verschieben und neu zu verschrauben.

Leider mussten wir die Arbeitsgruppe am frühen Abend auflösen, da erstens nicht mehr alle Zeit hatten, und zweitens eine Nacht "drüber schlafen" vielleicht nützlich sein konnte.

Das Fundament wird begradigt
 
Der Ringbalken wird gedübelt
 
Detlef und Sven fühlen sich gut
 
Die Wandübergänge wurden mit Bauschaum abgedichtet
 
Pause muss auch mal sein
 
Heiko und Laura freuen sich auf ihr
 
Der untere Teil der Kota ist fast fertig
 
Die Kota hat ihr Dach erhalten
 
Das Dach geht nicht ganz zu

24.07.2005

Das Wetter hielt sich ganz gut. Es konnte also weitergehen. Zunächst wurde das Problem mit den nicht passenden Dachplatten weiter besprochen. Am Ende fand sich eine ganz andere Lösung dafür. An den Platten ist an den Rändern jeweils eine durchgehende senkrechte Latte angebracht. Die Latte ragte bei den betroffenen Dachteilen vor allem im unteren Bereich seitlich ein paar Millimeter über die Nut- und Federbretter hinaus. Die betroffenen Dachplatten haben wir wieder runtergenommen und entsprechend abgehobelt. Danach waren die Spalte zwischen den Platten auf ein erträgliches Maß geschrumpft. Durch das Zusammenschrauben wurden die Spalte nahezu vollständig geschlossen.

Das Auflegen der Dachpappenstreifen ging schnell von der Hand. Nicht verstanden haben wir, warum in der Schachtel mit den Dachpappnägeln jede Menge Drahtstifte waren. Zunächst haben wir die Stifte aussortiert und zur Seite gestellt. (Auch im Nachhinein konnten wir keinen Zweck für die Stifte erkennen, möglicherweise sind Sie versehentlich in die Lieferung geraten.)

Das Zusammensetzen des Überdaches ergab anfangs ein sehr wackeliges Gebilde. Man hat nur wenig Spielraum dabei, wie man die sechs Teile miteinander verschraubt. Zunächst dachten wir, dass wir auf optische Aspekte keine Rücksicht nehmen müssten, aber nach dem Aufsetzen auf das Kota-Dach zeigte sich, dass Kota-Gäste die Innenseite durchaus sehen können. Also Vorsicht: könnte ein Punkt sein, der für den einen oder anderen wichtig ist. Die Stabilität des Überdaches gewähren letztendlich die Schrauben, die man von unten durch das Dach in das Überdach dreht. Das geht sinnvoll nur durch die Leisten. Wenn Sie noch lange Schrauben haben, verwenden Sie diese, ansonsten müssen Sie die Schrauben schräg ansetzen (wie bei uns), damit sie weit genug in das Überdach greifen. Bevor Sie das Überdach aber auf das Kota-Dach hieven, nageln Sie noch die entsprechenden Dachpappe Streifen auf die Kanten.

Oben auf das Überdach kommt dann der Schornstein. Weiter kein Problem. Der Zeitbedarf für das Ausrichten auf drei Achsen hängt von Ihrem Bedürfnis nach Genauigkeit ab. Ein Helfer, der sich die Geschichte aus ein paar Metern Entfernung ansieht, kann diesen Zeitbedarf verringern, nach dem Motto: "Hauptsache, es sieht gerade aus!"

Nach dem Aufsetzen des Schornsteins stellte sich die Frage, wie dieser am Dach zu fixieren sei. Die Anleitug weiß darauf keine Antwort. Improvisation schien angesagt. Zwischen Schornstein und Dach haben wir schwarzes Silikon gespritzt. Hinterher stellten wir uns aber die Frage, welchen Nutzen dies haben soll. Inzwischen halten wir an dieser Stelle Silikon für überflüssig.

Der Türeinbau war nicht schwierig, braucht aber etwas Zeit, um eine ausreichend große Genauigkeit bei der Ausrichtung hinzubekommen. Das Türblatt haben wir an der oberen Kante etwas abhobeln müssen, damit es nach dem Einbau der Zarge passt.

Die rechte Türverkleidug ließ sich leicht anbringen, die linke wäre allerdings so weit ins Türblatt geragt, dass die Tür nicht mehr zu öffnen gewesen wäre. Hier griffen wir auf die Bauanleitung vom Holz-Zentrum Mesem zurück, die schildert, dass man ein entsprechendes Stück aus dem an die Tür anschließenden Gesminsbrett sägen muss. Das letzte Stückchen haben wir dann sauber mit einem Stechbeitel herausgehoben, für die Säge reichte der Platz nicht mehr.

Sven und Detlef auf dem Dach
 
Die Tür ist eingebaut
 
Der Schornstein bekommt Silikon

28.07.2005

In den letzten Tagen hatten wir keine Zeit gefunden, weiter am Aufbau der Kota zu arbeiten. Heute nachmittag konnten wir die Gaube über der Tür fertigstellen. Im Schatten waren 35 Grad, aber die Kota steht in der Sonne. Dementsprechend langsam gestalteten sich die Arbeiten.

TIP Wenn Sie das Barfach auskleiden oder durch Halterungen oder ähnlichem ausstatten wollen, so sollten Sie dies tun, bevor Sie die Gaube und die Dachflächen der Gaube montieren. Jetzt geht das noch einfach!

Unsere Gaube haben wir so auf die Seitenverkleidung der Tür gesetzt, dass der Boden glatt auf der Verkleidung aufliegt. Dadurch steht sie jetzt etwa 1,5 cm vor und hat einen Spalt zur Kota-Wand. Diesen wollen wir später von innen mit einer kleinen Leiste überdecken. Wasser kann nicht reinkommen, da die Gaube mit Dachpappe geschützt ist. Ich habe die Gaube von oben sowohl in die Türverkleidung als auch in den Türrahmen verschraubt. Danach habe ich die seitlichen Dachpappe-Streifen von außen an der Türverkleidung festgenagelt und nach vorne abgeschnitten. Dabei entsteht am oberen Teil der Türverkleidung ein kleines Dreieck, das nicht von der Dachpappe abgedeckt wird. Schlimm ist das nicht, aber möglicherweise setzen wir da noch aus optischen Gründen ein Stück Dachpappe ein, das wir aus den Resten schneiden können, die später entstehen. Sie müssen weiter die Entscheidung treffen, ob Sie den überstehenden Pappe-Streifen an der Kota-Wand einfach abschneiden oder nach oben in das Gaubenfach knicken und dort antackern. Wir haben uns für Letzteres entschieden.

Die beiden Dachflächen der Gaube gefallen mir nicht so gut, weil sie aus relativ instabilen Sperrholz gefertigt sind. Behandeln Sie diese Teile etwas vorsichtig, damit das Holz nicht bricht. In der Mitte der einen Hälfte befindet sich am First ein Kantholz zur Verstärkung und als Auflage für die zweite Hälfte. Warum das Kantholz nicht über den ganzen First geht, wissen wir nicht. Wir werden es nachträglich von innen um ein weiteres Kantholz verlängern.

Die Dachpappe-Streifen der Dachflächen müssen Sie zunächst unter die der Kota-Wand schieben, bevor Sie die Dachflächen verschrauben. Ansonsten haben Sie zu wenig Spieltraum dafür. Hier bietet sich ein zweiter Mann an, der die Dachfläche hält, während Sie sich um die Dachpappe kümmern. Das ist nicht weiter tragisch, die Dachpappe liegt anschließend nur locker auf. Möglicherweise wollen Sie hier noch ein paar Papp-Nägel setzen oder von unten mit Bitumen verkleben. Regendicht sollte die Sache aber auch so sein.

Das Ausrichten des Firstes geht am besten von innen. Dadurch, dass das Auflage-Kantholz nicht bis zur Kota-Wand geht, ist es ansonsten schwer, einen sauberen First hinzubekommen. Wir haben den First mit kurzen SPAX Schrauben (5x40) (nicht im Lieferumfang) von beiden Seiten in das Auflage-Kantholz und in den Gaubenrahmen verschraubt. Darüber kommt später noch Dachpappe, so dass man die Schrauben nicht sieht.

Zusätzlich habe ich die Dachflächen auch noch von vorne mit langen Schrauben an den Gaubenrahmen geschraubt. Die beiden Leisten sind sowieso dicht mit Papp-Nägeln gespickt, so dass die zusätzlichen vier Schrauben nicht auffallen. Wir rätseln im Augenblick noch, ob bei den mitgelieferten Leisten und Brettern auch zwei als Abdeckung für diese Leisten vorgesehen sind. Wir werden auf jeden Fall noch Zierleisten davorschrauben.

Beim Türschloß habe ich eine Anpassung vorgenommen. Die Mechanik des Schlosses habe ich zunächst nicht ganz verstanden, vor allem, unter welchen Bedingungen der Schnapper vollständig ausgefahren und damit verriegelt wird. Bei unserer Tür klappte das nämlich nicht. Am Ende hat sich gezeigt, dass der Schnapper automatisch in den Verriegelungsmodus geht, wenn er über eine bestimmte Länge hinweg in das Schloß hineingedrückt wird. Das war aber der Knackpunkt, denn diese Länge wurde bei unserer Tür nie erreicht. Zunächst habe ich das Gegenstück im Rahmen etwas höher setzen müssen, da die Ausbohrung oben etwas knapp war. Der Schnapper hätte in seiner vollen Länge nicht genug Platz gehabt. Danach habe ich das Zylinderschloß im Rahmen der Möglichkeiten vielleicht 1 bis 2 Millimeter weiter nach außen verschoben. Mehr wäre nur möglich gewesen, wenn ich die Bohrung für das Schloß vergrößert hätte. Aber diese kleine Verschiebung hat schon ausgereicht, dass der Schnapper jetzt in seine volle Länge schnappt, wenn man die Tür zumacht.

29.07.2005

Der Abend brachte uns ein heftiges Gewitter. Der Kota-Schornstein ist bisher durch eine Schicht Silikon am Überdach befestigt. Von unten hängt weder der Abzug noch die Haube als Gewicht dran. Trotz Sturms blieb der Schornstein da wo er bleiben sollte. Trotzdem werde ich den Schornstein noch durch zusätzliche Spenglerschrauben sichern.

Der Regen gab mir die Chance, in der Kota nachzuschauen, ob Wasser eindrang. Das war in der Tat der Fall, wenn auch nur einzelne Tropfen, die an der einen Seite der Gaube die Kotawand herunterrannen, dann beim Ausschnitt des Gaubenfaches heruntertropften und dort einen nassen Fleck bildeten. Kann eigentlich nur von einem Dachpappnagel kommen. Die genaue Stelle war aber nicht auszumachen.

30.07.2005

Irgendetwas war da ... neben der Fahrt zum Baumarkt, aber so genau weiß ich das nicht mehr.

31.07.2005

Wir konnten uns heute malerischen Feinarbeiten an den Fenstern, sowohl innen als auch außen widmen. Außerdem bekamen die blauen Flügelstützen einen zweiten Anstrich.

Inzwischen ist die "Baugrube" mit Kies angeschüttet. Darauf soll dann möglicherweise noch eine Lage Terrassenplatten verlegt werden.

Die Firstverstärkung in der Dachgaube habe ich heute ebenfalls montiert. Dazu musste ich den Dachpappenstreifen wieder vom First abnehmen, damit ich die Verstärkung von außen anschrauben konnte. Auf die Nagellöcher habe ich später Mem Dicht-Fix draufgestrichen, damit erstens dort später der Streifen klebt, zweitens das Loch abdichtet. Ich wollte die Pappnägel nicht neu in das Holz schlagen und damit weitere Löcher ins Holz treiben. Nun stecken sie in den alten Löchern. Mal sehen, ob da später Wasser reinkommt. Bei der Gelegenheit habe ich auch den Ansatz des Pappstreifens (First an Kota-Wand) mit Dichtfix verklebt, da ich den Verdacht hatte, dass durch das dortige Pappnagelloch Wasser eingedrungen war.

In der Kota habe ich angefangen, 45x45 mm Kanthölzer zusätzlich auf den Spalt Ringbalken/Wand zu schrauben. An zwei Kota-Seiten ist der Spalt doch noch recht groß, so dass die Kota mit ihren Eckleisten auf einer sehr kleinen Fläche aufliegt. Der Spalt ist zwar mit Bauschaum geschlossen, aber der Balken soll zusätzlich stabilisieren.

Kota in Blau
 
Firstverstärkung in der Gaube

01.08.2005

Viel Zeit hatte ich heute Abend mal wieder nicht. Aber die Kota soll ja mal fertig werden. Zunächst habe ich die übrigen vier Kanthölzer auf die Ringbalken verschraubt. Danach habe ich die Kota leergeräumt und einige Stellen an den Innenseiten der Dachplatten mit einem Deltaschleifer verschönt. Ein, zwei Astlöcher habe ich noch mit Holzkitt verschlossen, das muss dann morgen noch mal nachgeschliffen werden. Andrea hat später die Hälfte der Dachplatten von innen mit durchsichtiger Lasur angestrichen. Das geht recht flott, weil man ja nicht so genau arbeiten muss, die Lasur trocknet durchsichtig.

Darüber hinaus habe ich zwei weitere Kanthölzer vorbereitet, die die Gaube von innen je links und rechts am Boden verstärken sollen. Außerdem schließe ich auf die Weise die faustgroßen Löcher nach außen. So kann sich kein Vogel die Gaube als Nest auswählen.

02.08.2005

Was soll ich sagen ... jede Menge Regen. Es kommt immer noch Wasser an der Innenseite der Gaube rein, wenn auch nur tröpfenweise.

Ich musste heute zum Zahnarzt, da blieb keine Zeit zum Arbeiten. Andrea hat aber abends die restlichen Dachplatten von innen gestrichen.

Morgen mache ich dann mit dem Abschleifen der Gesimsbretter und einiger Stellen weiter, wo die Farbe über die Kante gelaufen und dadurch nicht so hübsche Laufspuren hinterlassen hat.

Später habe ich mir den nassen Fleck innen am Boden hinter der Tür noch einmal angesehen. Okay, es hat ziemlich heftig geregnet. Der entstandene Fleck ist mir doch zu groß, es steht zwar kein Wasser, aber ich muss mir dann die Gaube bei Gelegenheit noch mal genauer ansehen.

03.08.2005

Mit Bandschleifer, Deltaschleifer und normalem Schleifpapier bin ich rauhen Kanten, zuviel Farbe und anderem auf den (Holz-)Pelz gerückt und habe Farbe entfernt, Oberflächen geglättet, Kanten begradigt. Leider war es wieder regnerisch und recht dunkel, so dass ich das Ergebnis nur schlecht beurteilen konnte.

04.08.2005

Heute habe ich die Übergänge von den Gesims-Brettern zu den innen angebrachten verstärkenden Holzdreiecken mit Holzkitt geschlossen. An sich stört es uns überhaupt nicht, wenn das Holz nicht absolut glatt, sondern etwas rauh ist. Nur der Sims wird wohl später als Ablage verwendet, und da möchte ich nicht, dass sich jemand beklagt, sein zartes Händchen an rauhen Stellen im Holz verletzt zu haben. Also habe ich diese Bretter glatter geschliffen als sie ursprünglich waren.

06./07.08.2005

An diesem Wochenende haben wir die Kota komplett von innen mit der farblosen Lasur gestrichen. Das ist Voraussetzung für den weiteren Innenausbau. Die Gaube habe ich durch die beiden bereits vorbereiteten Kanthölzer seitlich weiter verstärkt. Wichtiger dabei war aber, dass die Gaube nun zu beiden Seiten hin zu ist. In den vorderen Teil der Gaube habe ich einen dünnen Boden aus Presspappe eingelegt. Die beiden Türchen zur Gaube haben ihren Knauf erhalten. Die vorgebohrten Löcher befanden sich nicht auf derselben Höhe, ich habe das eine Loch neu gebohrt. Beide Türchen klemmten in den Führungen und sind auch irgendwie verkantet, so dass zwischen ihnen ein dreieckiger Spalt offenbleibt, wenn man sie in die Mitte zusammenschiebt. Ist nicht so schlimm, weil man die Brettchen auch so verkanten kann, dass der Spalt zu ist, aber auf Dauer werde ich die Bretter wohl neu machen. Zunächst habe ich die Nut- und Federbretter, an denen die Türhälften vorbeigleiten, etwas abgeschliffen, so dass sich beide Türen leichter schieben lassen.

Weiter habe ich alle Zierleisten auf die Eckverbindungen der Kota-Wände geschraubt, allerdings mit kürzeren SPAX-Schrauben in der Größe 4x25. Die Leisten müssen ja nur fixiert werden. Meine Leisten waren alle so ca. 1,5 cm zu lang. Sie sind offensichtlich noch passend für die Variante gesägt, bei der die Kota-Wände auf den Ringbalken stehen und nicht überstehen. Diese Leisten könnten eventuell 1 cm breiter sein, würde wohl noch etwas besser aussehen.

Die Abdeckleisten für die Eckverbindungen der Dachplatten lassen wir in einer Schreinerei von 95 auf 70 mm in der Breite verkürzen. Uns sind die mitgelieferten Bretter zu breit.

Die mit Holzkitt geglätteten Übergange der Verstärkungsdreiecke zu den Gesmins-Brettern sind zwar sehr schön glatt geworden, heben sich aber leider durch die Lasur hindurch farblich stark ab. Hier habe ich versucht, zunächst nur die überarbeiteten Stellen neu zu lasieren, um dann später noch mal das komplette Gesims zu überstreichen. Wenn auch das mehrfache Übrstreichen kein befriedigendes Eregebnis erbringt (was ich nicht glaube), dann müssen wir darüber nachdenken, ob wir stattdessen nicht einen richtigen Holzlack verwenden. Eine andere attraktive Idee scheint es uns zu sein, das Gesims komplett zu fliesen.

Auf der (von innen) linken Türseite hatten wir einen recht breiten Spalt. Dafür habe ich Streifen aus Styropor zurecht geschnitten, die zwischen die Keile für die Hinterfütterung der Zarge passten. Als Abschluß nach innen habe ich die Fuge dann mit fichtefarbenem Fugenfix (Silikon) geschlossen. Damit ist die Sache dicht. Am Ende wird noch eine Zierleiste drauf geschraubt werden.

Ein ähnliches Problem hatte ich auf der linken Seite der oberen Hälfte der Laibung, also dort, wo noch eine Innenverkleidung gebastelt werden muss. Dort fehlten ca. 3 cm Dachplatte, so dass man dort nach außen durchschauen konnte. Von außen stellt das weder optisch noch technisch ein Problem dar, da der Dachpappenstreifen, der an der Außenseite der Laibung befestigt ist, diesen Spalt überdeckt. innen jedoch musste dieser Spalt geschlossen werden, um erstens den Wind draußen zu halten, zweitens aber eine vernünftige Grundlage für die Innenverkleidung zu schaffen. Ich habe ein 45 mm starkes Kantholz verwendet, dass ich im unteren Bereich auf ca. 2 cm verdünnt habe. Unten und am Übergang zur vollen Breite habe ich jeweils auf 45 Grad gekappt. Das Holz lässt sich jetzt prima in den Spalt einschieben und passt gleichzeitig oben als Rahmen für die Innenverkleidung.

Am Ende haben wir dann auch noch die Rahmen für die Bänke montiert. Das war zunächst schwieriger als erwartet. Die Kehrer Anleitung beschreibt den Aufbau des Rahmens aureichend, erklärt aber das Puzzle-Spiel der Bankbretter nicht. Das Video widerum zeigt gerade die Bankbretter in einem Schwenk, nur scheint es sich dabei um einen anderen Typ Kota zu handeln, denn die Bretter wurden so nicht geliefert. Glücklicherweise beschreibt die Bauanleitung vom Holz-Zentrum Mesem ziemlich genau in einer Skizze, wie die Bretter zu legen sind. Damit ist das dann kein Problem mehr.

Die Rahmenkonstruktion der Bänke erscheint uns vom Plan her wenig vertrauenserweckend. Das Ganze ist zwar ordentlich verschraubt, hat aber unter den vorderen Auflagekanten keinerlei Füße. Das Gewicht der Kota-Gäste wird also komplett in die Wände eingeleitet. Als wir aber die Bänke am Schluß provisorisch aufgelegt hatten, schien die Konstruktion stabil zu sein. Wir werden mal sehen, wie sich das in der Praxis bewährt. Möglicherweise setzen wir unter die Ecken später mal zusätzliche Füße.

In eine Falle sind wir gelaufen, die wir uns selber eingebrockt haben. Zur Verstärkung werden unter den kurzen Streben direkt an der Kota-Wand Kanthölzer als Füße montiert, und zwar direkt auf die Ringbalken. Dort befanden sich aber bei uns die von uns zusätzlich montierten Kanthölzer, die die Bodenfuge abdecken. Ich habe daher alle Füße um 45 mm gekürzt. Prinzipiell zeigt sich am Ende, dass die Sitzhöhe mit 58,5 cm (Oberkante Bankbrett) recht hoch ist. Das lässt noch reichlich Reserve für einen späteren Fußbodenaufbau mit Holzfließen oder ähnlichem. Ich empfehle, dass Sie sich vor dem Festschrauben der Füße Gedanken über die gewünschte Sitzhöhe machen. Solange die Rahmen noch nicht verschraubt sind, lassen sich die Füße leicht auf das gewünschte Maß kürzen. Dies gilt besonders, wenn Sie die optionalen Sitzpolster mitbestellt haben. Diese sind noch mal 6,5 cm dick. Man sitzt übrigens äußerst angenehm und warm auf den Auflagen!

Ein großes Mysterium stellen zur Zeit noch die Schlafbänke dar. Klar sind die Bretter schnell mit Scharnieren angebracht, aber wie sollen die, wenn sie hochgeklappt sind, waagerecht stehen bleiben? Dazu werde ich wohl noch mal mit Herrn Kehrer telefonieren.

Barfach in der Gaube mit Türen
 
Gesmins Ecke gespachtelt und geschliffen
 
Das Kantholz für den Spalt
 
So wird der Rahmen für die Sitzbank verschraubt
 
Heiko probiert das Sitzpolster aus

08.08.2005

Wir haben uns nun doch entschieden, die Bänke komplett 8 cm tiefer zu montieren. Also haben wir die Rahmen wieder alle abgenommen und auf der neuen Höhe neu verschraubt.

Die Griffe an der Kota-Tür sind nun auch vorhanden.

09.08.2005

Jetzt ist auch der Grill samt Abzugshaube montiert.

10. bis 12.08.2005

Herr Kehrer hat mir inzwischen eine bitterböse E-Mail geschrieben, dass er mit meinen Bericht inhaltlich nicht einverstanden sei :-( . Ich gehe davon aus, dass mein Bericht dennoch Anlass sein wird, die Aufbauanleitung zu überarbeiten und im Detail ausführlicher zu gestalten.

Aber wie ging es weiter beim Aufbau der Kota?

Die Zierleisten für die Dachplatten hatten wir in einem Sägewerk in der Breite auf 70 mm reduzieren lassen. Die Bretter wurden aber durch die Säge sehr in Mitleidenschaft genommen. Mir blieb nichts weiter übrig als alle Bretter mit dem Bandschleifer glatt zu schleifen, neu zu grundieren und neu zu lasieren. Das ist kein schwieriges Thema, braucht aber zusätzliche Zeit. Inzwischen sind alle Leisten montiert.

Eins der Fenster klemmte im Fensterrahmen auf einer Seite. Hier half wieder der Deltaschleifer. Nach dem Schleifen wieder neue Lasur drauf und jetzt passt es.

Die Fenster sind als Ausstellfenster vorgesehen. Dazu werden auch drei Haken mitgeliefert, mit denen das Fenster im gekippten Zustand festgestellt werden kann. Mangels Hinweisen in der Aufbauanleitung mussten wir uns selber zusammenreimen, wie der Haken am sinnvollsten montiert wird. Der Rahmen gibt nicht genug Fleisch her, um das Gegenstück für den Haken, eine einzuschraubende Öse, gefahrlos für das Fenster einzudrehen. Vor allem links und rechts sollten Sie es lieber nicht versuchen. Es funktionier zwar, wenn Sie die Öse etwas schräg eindrehen, aber die Gefahr ist groß, dass das Fenster beschädigt wird. Uns ist dabei die innere Iso-Scheibe in der Ecke gebrochen. Etwas mehr Spielraum haben Sie am unteren Rahmen. Möglicherweise fräsen Sie noch ein Stückchen aus dem unteren Rahmen der Wand aus, um noch ein, zwei Millimeter weiter vom Glas wegzukommen. Alternativ verzichten Sie aber gleich auf die Haken und benutzen kurze Kanthölzer, um das Fenster im geöffneten Zustand zu fixieren. Die können ohne Montage einfach zwischen Rahmen und Fenster gelegt werden.

Auch die Sitzpolster und die Rückenlehnen, die optional mitbestellt werden können, haben wir befestigt. Für die Sitzpolster sind kleine Laschen mit Klettband vorgesehen. Allerdings sahen wir keine Notwendigkeit, die Polster zu fixieren. Anders natürlich bei den beiden Rückenpolstern. Diese werden an den beiden oberen Ecken mit relativ großen Klettbandflächen fixiert. In der Praxis zeigt sich, dass das nicht ausreicht. Das Polster bleibt zwar an der Wand, hängt aber in der Mitte durch. Wir werden also wahrscheinlich noch zwei weitere Klettflächen an dem Polster anbringen.

Wir haben natürlich auch die Grillroste montiert. Ein richtiger Rost, um darauf Fleisch zu braten fehlt, kann aber aus Nirosta-Stahl optional bestellt werden. Dieser zusätzliche Rost ist massiv und macht einen guten Eindruck. Leider wird er ohne Befestigungsmöglichkeit mitgeliefert. Herr Kehrer empfahl auf Nachfrage, einfach den Griff von dem mitgelieferten Wender (wird wohl zum Räuchern oder für Fisch hergenommen) abzusägen, und dann dessen Rohr zu verwenden. Wir werden das nicht tun, da der Wender dann nicht mehr gleichzeitig eingesetzt werden kann, sondern werden uns ein zusätzliches Rohr als Befestigung schweißen lassen. Schöner wäre es, wenn dies gleich mitgeliefert würde.

Der Fensterhaken hat nicht viel Platz
 
Rückenpolster mit zusätzlichen Klettbändern
 
Der mitgelieferte rechteckige Grillrost
 
Der extra bestellbare Nirosta Grill

24.08.2005

Da die Tür etwas im Rahmen klemmte, habe ich sie etwas mit dem Deltaschleifer abgeschliffen. Möglicherweise hat sich das Holz wegen der Wassermassen der letzten Tage ausgedehnt. Apropos Wasser: neue Wasserflecken in der Kota habe ich nicht mehr entdecken können.

Der Abend war ohne Regen, so dass ich auch aufs Dach klettern und den Schornstein mit Spenglerschrauben befestigen konnte. Die Schrauben gehen durchs Blech und durch die Feder- und Nutbretter des Überdachs. Leider enden sie nicht in den Eck-Kanthölzern, da diese dafür etwas zu kurz sind. Ich habe an jeder zweiten Ecke des Schornsteins je zwei Schrauben gesetzt. Das sollte halten.

08.09.2005

Hier im Bild meine Lösung für die Füße, auf denen die Schlafbänke stehen. Ich habe die Füße mit Scharnieren von unten an die Bänke geschraubt. Die Füße lassen sich nun beide nach oben klappen, so dass sie sich dann fast berühren, der linke klappt also nach rechts und der rechte nach links. An der Schlafbank habe ich von unten ein kleines Klettband befestigt. Das Gegenstück befindet sich am Fuß, so bleiben die Füße im hochgeklappten Zustand an der Schlafbank haften.

Sobald die Füße ausgeklappt sind, werden sie von unten mit einer zusätzlichen Leiste gesichert.

Ob sich diese Lösung in der Praxis bewährt, werden wir sehen.

Verstärkungsleiste für Bankfüße
 
Detailaufnahme der Verstärkungsleiste

Anmerkungen

  1. Die von Herrn Kehrer mitgelieferte Aufbauanleitung ist nicht vollständig genug. Daran ändert der beispielhafte bebilderte Kota-Aufbau auf seiner Homepage nichts. Dieser ergänzt die Angaben zwar sehr schön, lässt aber weiterhin zuviele Fragen offen. Weitaus ausführlicher ist die Bauanleitung vom Holz-Zentrum Mesem. Allerdings sind bei der Kehrer-Kota weniger Arbeitsschritte notwendig. Herr Kehrer hat mir mitgeteilt, dass die Aufbauanleitung in Kürze durch eine ausführlichere ersetzt wird.
  2. Die Passgenauigkeit der gelieferten Teile bewegt sich im Rahmen dessen, was man bei Arbeiten mit Holz erwarten kann. Das bedeutet aber auch, dass gegebenenfalls Anpassugen notwendig sind. Auf der anderen Seite sieht das Konzept vor, Spalte und Übergänge in vielen Fällen durch Leisten zu überdecken, so dass am Ende alles prima aussieht.
  3. Bei der Kehrer-Kota sind weniger Teile selber zusammenzuschrauben als bei anderen, das spart Zeit.
  4. Das mitgelieferte Video kann auch nur als Ergänzung betrachtet werden. Es ist in finnischer Sprache. Außerdem sind nicht alle Arbeitsschritte dokumentiert.
  5. Ich hatte mehrmals telefonischen Kontakt mit der Firma Kehrer. Die Gespräche waren immer sehr freundlich und kompetent. Scheuen Sie sich also nicht, Herrn Kehrer anzurufen, wenn irgendetwas beim Aufbau Schwierigkeiten macht.
  6. Auch wenn der Bericht an einigen Stellen negativ klingen mag, möchten wir darauf hinweisen, dass wir den Kauf bei Herrn Gero Kehrer nicht bereut haben und ihn weiterempfehlen können!

Benötigtes Werkzeug und Material

  • Akku-Schrauber
    • TX25 Bit
  • Hammer
  • Maßband (> 4 Meter)
  • 1 Dose Bauschaum
  • 1 Kartusche Silikon (plus Kartuschenpistole)
  • 1 scharfes Messer
    um überstehenden Bauschaum und um Dachpappe abzuschneiden
  • Kuhfuß
    Abmontieren von Befestigungsbrettchen auf der Transportpalette
  • Pinsel
    • für Holzgrundierung
    • für Dauerschutz Lasur

Für das Verdübeln der Ringbalken

  • Bohrhammer mit 8er Beton-Bohrer
  • Baufolie (ca. 11 Meter x 15 cm)
    Feuchtigkeitssperre zum Fundament
  • 17 Karosseriescheiben
  • 17 8er Universaldübel (für Beton)

Für das Anschrauben der Eckzierleisten

  • 18 SPAX 4x25 (am besten mit TORX-Kopf)

Für den Einbau der Tür

  • Keile für die Hinterfütterung der Zarge

Zusätzlich für Anpassungsarbeiten bei Bedarf

  • Stechbeitel
  • Hobel
  • Kastensäge
  • eventuell Kappsäge
  • eventuell Holzraspel
  • eventuell Deltaschleifer
  • eventuell Bandschleifer
  • eventuell Hobel
  • Tacker (Dachpappe)

Weblinks

-- SvenSevke - 12 Jul 2005

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I Attachment Action Size Date Who Comment
JPEGjpg bank-montage.jpg manage 17.0 K 2005.08.09 - 08:42 UnknownUser So wird der Rahmen für die Sitzbank verschraubt
JPEGjpg barfach-tueren.jpg manage 16.1 K 2005.08.09 - 08:34 UnknownUser Barfach in der Gaube mit Türen
JPEGjpg ecke-geglaettet.jpg manage 16.0 K 2005.08.09 - 09:04 UnknownUser Gesmins Ecke gespachtelt und geschliffen
JPEGjpg fensterhaken.jpg manage 21.9 K 2005.08.29 - 12:24 UnknownUser Der Fensterhaken hat nicht viel Platz
JPEGjpg fundament-flexen.jpg manage 22.6 K 2005.07.26 - 10:16 UnknownUser Das Fundament wird begradigt
JPEGjpg gaube-verstaerkung.jpg manage 15.0 K 2005.08.09 - 08:39 UnknownUser Firstverstärkung in der Gaube
JPEGjpg grillrost.jpg manage 13.4 K 2005.08.29 - 12:16 UnknownUser Der mitgelieferte rechteckige Grillrost
JPEGjpg kantholz.jpg manage 33.1 K 2005.08.29 - 12:28 UnknownUser Das Kantholz für den Spalt
JPEGjpg kota-bauschaum.jpg manage 20.8 K 2005.07.26 - 10:26 UnknownUser Die Wandübergänge wurden mit Bauschaum abgedichtet
JPEGjpg kota-blau.jpg manage 23.6 K 2005.08.01 - 19:27 UnknownUser Kota in Blau
JPEGjpg kota-dach.jpg manage 24.2 K 2005.07.26 - 11:42 UnknownUser Sven und Detlef auf dem Dach
JPEGjpg kota-fussleiste-detaill.jpg manage 28.7 K 2005.09.08 - 20:45 UnknownUser Detailaufnahme der Verstärkungsleiste
JPEGjpg kota-fussleiste.jpg manage 24.6 K 2005.09.08 - 20:44 UnknownUser Verstärkungsleiste für Bankfüße
JPEGjpg kota-mit-dach.jpg manage 21.2 K 2005.07.26 - 11:32 UnknownUser Hoch hinaus
JPEGjpg kota-mit-spalt.jpg manage 27.0 K 2005.07.26 - 11:26 UnknownUser Das Dach geht nicht ganz zu
JPEGjpg kota-mit-tuer.jpg manage 22.4 K 2005.07.26 - 11:51 UnknownUser Die Tür ist eingebaut
JPEGjpg kota-palette.jpg manage 16.1 K 2005.07.26 - 10:04 UnknownUser Noch steht die Kota gut verpackt auf der Palette
JPEGjpg kota-schornstein.jpg manage 15.6 K 2005.07.26 - 11:45 UnknownUser Der Schornstein bekommt Silikon
JPEGjpg kota-spielhaus.jpg manage 25.5 K 2005.07.26 - 10:34 UnknownUser Heiko und Laura freuen sich auf ihr "Spielhaus"
JPEGjpg kota-streichen.jpg manage 17.4 K 2005.07.26 - 10:11 UnknownUser Andrea streicht die Holzteile
JPEGjpg kota-sven-detlef.jpg manage 26.2 K 2005.07.26 - 10:22 UnknownUser Detlef und Sven fühlen sich gut
JPEGjpg kota-unterbau.jpg manage 25.2 K 2005.07.26 - 11:20 UnknownUser Der untere Teil der Kota ist fast fertig
JPEGjpg nirostagrill.jpg manage 7.5 K 2005.08.29 - 12:20 UnknownUser Der extra bestellbare Nirosta Grill
JPEGjpg pause.jpg manage 28.1 K 2005.07.26 - 10:31 UnknownUser Pause muss auch mal sein
JPEGjpg ringbalken.jpg manage 10.9 K 2005.08.29 - 12:34 UnknownUser Der Ringbalken wird gedübelt
JPEGjpg rueckenpolster.jpg manage 21.7 K 2005.09.08 - 20:33 UnknownUser Rückenpolster mit zusätzlichen Klettbändern
JPEGjpg sitzprobe.jpg manage 23.9 K 2005.08.09 - 09:04 UnknownUser Heiko probiert das Sitzpolster aus
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Topic revision: r38 - 2006.04.18 - SvenSevke
 
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