Lupine

Botanischer Name: Lupinus
Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler (Fabaceae)

Unsere Lupinen in Blüte

Herkunft

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Art wurde 1829 in Europa eingeführt, in Deutschland wurden sie erstmals 1890 in Bayern gesichtet.

Standort

sonniger Standort halbschattiger Standort

Boden

Gedeiht am besten in durchlässegen, humosen, leicht sauren Böden, kann aber auf weniger optimalen Standorten sehr zue Bodenverbesserung beitragen. Gerne mag sie auch Sand, kann aber mit Kalk nichts anfangen.

Düngen

Keine Düngung.

Wuchs

Bis 150 cm hoch werdendes, mehrjähriges Kraut mit quirlständig angeordneten, lanzettlichen Teilblättern.

Blüte

Die Blüten (Mai - August) sind blau, rosa oder violett, in aufrechten Trauben angeordnet. Die dicht behaarten Hülsen sind vielsamig.

Rückschnitt

Lupinen sollte man regelmäßig für die Vase schneiden. Das verlängert die Blütezeit bis in den Herbst hinein.

Vermehrung

Ein Verpflanzen älterer Stauden ist aufgrund der tiefgehenden Pfahlwurzel kaum möglich. Man sät sie lieber neu aus.

Pflegehinweise

Keine Angaben

Besonderheiten

Anderer Name ist Wolfsbohne.

Lupinen reichern den Boden mit Stickstoff an, was in der Landwirtschaft erwünscht sein kann, jedoch an neu besiedelten Orten häufig zu nachhaltigen und damit problematischen Vegetationsveränderungen führt. Die Stickstoffbindung erfolgt mittels Knöllchenbakterien an den bis zu 1,5 Meter langen Wurzeln. Die Symbionten binden den Stickstoff aus der Luft und lösen zudem einen Teil des Phosphats im Boden.

Lupinen sind nicht eßbar, sie eignen sich aber gut als Grüneinsaat.Die Pflanzen können mit ihren tiefgehenden starken Pfahlwurzeln verdichtete Schichten im Unterboden aufbrechen und sie somit wieder lockern und belüften. Die Lupine kann sozusagen als Heilpflanze für den Boden betrachtet werden. Außerdem schmücken sie den Garten mit ihren farbenprächtigen Blütenständen.

Aus den gerösteten Früchten der Lupine kann ein kaffeeähnliches Getränk gewonnen werden. Durch den Zuchtfortschritt werden heute in Mitteleuropa zunehmend alkaloidarme Süßlupinen angebaut. Wegen der hohen Eiweißqualität der Körnerfrüchte ersetzen diese importiertes Soja als Viehfutter und ein Tofu-ähnliches Produkt (Lopino) wird für die menschliche Ernährung hergestellt. Eingelegte Lupinenkerne (it. Lupini, pt. Tremoços) sind in Südeuropa ein beliebter Bier-Snack in Gaststätten. Lupinenmehl wird zunehmend in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Allergische Reaktionen gegen Lupinen sind möglich.

Hinweise zur Giftigkeit

Samen und Kraut. Die in Europa gezüchtete sogenannte süße Lupine ist wesentlich weniger giftig als Pflanzen in ihrem Heimatbereich.

Nach Einnahme giftiger Pflanzenbestandteile kommt es zu allgemeiner Unruhe mit Blässe, Schwitzen, Zittrigkeit und Erbrechen. Des weiteren findet man Herzrhythmusstörungen, Krämpfe und Lähmungen, die möglicherweise einen Atemstillstand herbeiführen.

Weblinks

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-- SvenSevke - 23 Jun 2006

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Topic revision: r2 - 2006.07.26 - SvenSevke
 
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