Stammrose Ilse Krohn

Botanischer Name:
Pflanzenfamilie: deutsch (lateinisch)

Die Blüte der ilse Krohn

Herkunft

Wo ist diese Pflanze ursprünglich beheimatet?

Standort

sonniger Standort Rosen sind Sonnenkinder. Sonnige Standorte fördern kraftstrotzende Wüchsigkeit und üppige Blütenfülle. Sonnenstrahlen lassen nasse Blätter schneller abtrocknen, was wiederum den Befallsdruck durch Pilzkrankheiten spürbar mindert. Nicht alle Sorten vertragen die glühende Hitze exponierter Südlagen gleichermaßen. Vor heißen Südwänden oder Mauern trifft die Reflektionsstrahlung auch die Blattunterseite – im Extremfall können die Blätter regelrecht verbrennen. Zudem fördert die hohe Lufttrockenheit die Ausbreitung von Spinnmilben (Rote Spinne).

Rosen sind Frischluft-Fans, eine frische Brise sorgt für ein rasches Abtrocknen nasser Blätter. Luftstille, enge Winkel ohne nennenswerten Luftaustausch sind für Rosen ungeeignet. Pilzkrankheiten (Echter Mehltau), aber auch Blattläuse, stellen sich dort unmittelbar ein.

Boden

Rosen sind Tiefwurzler und bevorzugen einen tiefgründigen, durchlässigen Boden. Mit ihren Pfahlwurzeln suchen sie sich ihren Weg in die Bodentiefe, um dort Wasser und Nährstoffe aufzuschließen. Undurchlässige Bodenschichten oder Verdichtungen, beispielsweise in Neubau-Gärten, sind vor der Pflanzung unbedingt aufzubrechen. Eine durchwurzelbare Schicht von mindestens 50 cm ist nötig.

Düngen

Rosen brauchen viel Nährstoffe, insbesondere wenn sie durch häufige Schnittmaßnahmen – beispielsweise bei Schnittrosen für die Vase – sommerlang neue Triebe aufbauen sollen. Vorab zwei Hinweise: 1. Feste Dünger niemals über Blatt oder Blüte der Rose, sondern immer über dem Boden ausbringen und 2. die Herstellerangaben auf der Packung beachten.

Stickstoff: Übertriebene Stickstoffgaben im Sommer mindern die Holzreife der Rosen und somit deren Frosthärte.

Blaukorn: Ein preiswerter, guter Rosendünger. Es handelt sich um ein hochwirksames Konzentrat an Nährstoffen in leicht wasserlöslicher Form. Auf exakte Dosierung laut Herstellerangaben ist zu achten, da ein Zuviel von der Rose nicht verwertet werden kann und innerhalb kurzer Zeit in tiefere Bodenschichten ausgewaschen wird. Zeitpunkt der Gabe ist März und Juni. Ab Mitte Juli keinen mineralischen Dünger mehr geben.

Depotdünger: Ab Mitte März in Pflanzennähe ausbringen und leicht einarbeiten, Mengen lt. Herstellerangaben. Die Langzeitdünger, wie sie auch genannt werden, sind ebenfalls mineralische Dünger. Durch die Ummantelung der Düngerkörner mit einer halbdurchlässigen Harzhülle geben sie ihre Nährstoffe sehr langsam und temperaturabhängig ab. Bei niedrigen Temperaturen im Herbst oder Winter – wenn die Rose keine Nährstoffe aufnimmt – werden auch keine Nährstoffe freigesetzt, eine Auswaschung wird unterbunden.

Kali: Ist im guten Kulturboden meist ausreichend vorhanden. Mangelt es jedoch an Kali, leidet die Holzreife und die Rose wird frostempfindlicher. Kali reguliert den Wasserhaushalt und den Stoffwechsel der Rosenpflanze. Düngung ab Anfang August bis Mitte September mit Patentkali oder Kalimagnesia (etwa 30 g pro m²).

Mulchen: Eine Abdeckung mit Rindenmulch ist für Rosenpflanzungen nicht empfehlenswert. Rindenmulch versauert den Boden und entzieht den Rosen Nährstoffe. Außerdem können holzzersetzende Pilze auf die Rosen übergehen. Rosen bevorzugen daher einen offenen Gartenboden.

California Rinderdung®: Als Ersatz für gut verrotteten Stallmist bietet der Fachhandel getrockneten, abgelagerten Rinderdung an, der Dünger und Bodenverbesserer in einem ist. Weitere empfehlenswerte Dünger für Rosen sind Oscorna Animalin und Guano.

Wuchs

In welcher Form wächst die Pflanze, wie hoch und wie breit wird sie?

Blüte

Leuchtendes, blendendes Reinweiß; groß, stark gefüllt, wetterfest, starker Duft. Das Laub ist dunkelgrün, ledrig derb.

Rückschnitt

Die Kronen der Stammrosen schneidet man auf 20 bis 40 Zentimeter zurück. Eine Ausnahme bilden die einmalblühenden Kaskadenrosen, die am vorjährigen Holz blühen und nur leicht in Form gebracht werden.

Wildtriebe: Fast alle Gartenrosen sind auf eine Wildrosenunterlage veredelt. Diese sorgt mit ihrer urwüchsigen Vitalität für eine gedeihliche Entwicklung der edlen Rosensorte. Immer wieder kommt es vor, daß aus der Unterlage sogenannte „wilde“ Triebe austreiben. Können sie sich ungehemmt entfalten, rauben sie der Edelsorte Saft und Kraft. Wildtriebe lassen sich leicht durch ihr helles, kleines Laub von großlaubigen, dunkelgrünen Edeltrieben unterscheiden. Ausserdem sind die Blätter matt und die Bestachelung ist anders als bei der Edelsorte. Solche Wildtriebe sollten umgehend und gründlich entfernt werden. Es gilt im wahrsten Sinne des Wortes, das Übel an der Wurzel zu packen. Dafür wird der Wurzelstock der Rose bis zur Ansatzstelle des Wildtriebes freigelegt. Reißen Sie den Wildtrieb mit einem kräftigen Ruck ab. Das peinlich genaue Entfernen des Triebes ist keine übertriebene Akribie. Bliebe ein Stummel stehen, brächte dieser mittels schlafender Augen wiederum neue und zahlreiche Wildtriebe hervor.

Auch die Edelkronen von Stammrosen stehen auf einem Wildling. Durch die Sonnenbestrahlung können direkt aus dem Stamm Wildtriebe austreiben. Schneiden Sie diese – wie bei den niedrigen Rosen – direkt an der Ansatzstelle am Stamm mit einer Schere oder einem scharfen Messer ab.

Vermehrung

Wie kann die Pflanze vermehrt werden? Stecklinge, Absenker, Aussaat?

Pflegehinweise

In trockenen Sommermonaten können besonders junge, noch nicht tiefverwurzelte Rosenstöcke unter Wassermangel leiden. Zur Abhilfe legt man einen Gartenschlauch in die Beete und wässert ausgiebig und durchdringend. Falsch ist es, die Rosen über das Laub zu besprenkeln, denn damit öffnet man einem aggressiven Schadpilz, dem Sternrußtau, Tür und Tor. Die zusätzlichen Wassergaben werden ab September eingestellt, damit die Triebe der Rose zur Ruhe kommen und – zwecks Frosthärte – verholzen können.

Für den Winterschutz: Kronen alter Stammrosen mit Sackleinen bzw. Nadelreisig einpacken, niemals mit Plastikfolien. Auch perforierte Folie ist ungeeignet. In besonderen Frostlagen hat sich das Umlegen der Stämme bewährt. Der Stamm wird über die Zapfenschnittstelle zum Boden gebogen, mit Haken befestigt und mit Reisig dick abgedeckt. Der Stamm ist besonders vor Sonne und Wind zu schützen. Am besten zusätzlich mit Erde bedecken.

Besonderheiten

Erster Tag unserer Ilse Krohn

Am 20.10.2006 haben wir im Vorgarten einen Hochstamm (140 cm) mit der bewährten Rose Ilse Krohn eingepflanzt. Diese Rose gibt es seit 1964 bei W. Kordes Söhne.

Auf dem Foto sieht man natürlich nicht viel. Darunter verbirgt sich der wurzelnackste Hochstamm, der zur Unterstützung an einen Baumpfahl angebunden ist. Als Erde haben wir Rosenerde aus dem Baumarkt verwendet, anschließend mit Laub angehäufelt, und das mit Erde abgedeckt. Die Krone und den Stamm haben wir mit Jutesäcken gegen den Wind geschützt. Wir haben die Krone nicht auf den Boden gebogen und dort angehäufelt, da der Stamm noch nicht eingewachsen ist, und somit die Wurzel aus dem Boden gehebelt hätte.

Die Pflanze gilt als sehr winterfest. Ob wir ihr auf der Nordseite genügend Sonne bieten können, wird sich nächstes Jahr zeigen.

Hinweise zur Giftigkeit

Was ist wie giftig an dieser Pflanze?

Weblinks

Welche interessanten Links gibt es im Internet

SearchTags: xxxxxx

-- SvenSevke - 29 Oct 2006

%TWISTY{id="topicattachmentslist" mode="div" remember="on" link="Attachments" showimgleft="/wiki501/pub/TWiki/TWikiDocGraphics/toggleopen.gif" hideimgleft="/wiki501/pub/TWiki/TWikiDocGraphics/toggleclose.gif"}%

I Attachment Action Size Date Who Comment
Unknown file formatJPG CIMG1592_resize.JPG manage 50.4 K 2006.10.29 - 13:04 UnknownUser Erster Tag unserer Ilse Krohn
JPEGjpg IlseKrohn.jpg manage 30.5 K 2006.10.29 - 12:56 UnknownUser Die Blüte der Ilse Krohn
%ENDTWISTY%
Topic revision: r2 - 2007.05.02 - SvenSevke
 
This site is powered by the TWiki collaboration platformCopyright © 2008-2019 by the contributing authors. All material on this collaboration platform is the property of the contributing authors.
Ideas, requests, problems regarding TWiki? Send feedback