Ein neuer Urlaubstag, diesmal aber von Anfang an und ausgeschlafen.

Ich war schon um 7:00 Uhr wach und machte mich auf dem Balkon an die Tagebuch-Aufzeichnungen von gestern.

Der Pool

Draußen zwitscherten die Vögel, und der Pool rauschte vor sich hin. Wieso rauschte der Pool? Der Whirl-Pool befand sich auf einer höheren Ebene, darunter befand sich der Wellness-Pool, und von diesem floss das Wasser in einer Art Wasserfall in die normalen Becken. Und das rauschte eben.

Der Himmel war blau mit nur wenigen Schleierwolken. Es war noch nichts los. Kein früher Schwimmer zog seine Bahnen, keine jugendlichen Partygänger kamen zurück. Nur ein, zwei Mitarbeiter der Anlage leerten die Mülleimer und checkten die Anlage.

So nach und nach erwachte das Princesa Playa. Ich beschloss, etwas Licht in unser Apartment zu lassen und der Familie das Aufwachen zu erleichtern und zog die schweren weißen lichtdichten Vorhänge in beiden Zimmern ein wenig zurück.

Irgendwann nach 9:00 Uhr sind wir dann zum Frühstück gegangen. Das Buffet hatte viel Asswahl, für meinen Geschmack aber auch ein paar kleinere Mängel. Erwähnenswert finde ich zum einen, dass es zwar Frühstückseier gab, und zwar sowohl 3-Minuten als auch 5-Minuten Eier, diese aber offen auf einem großen Tablett präsentiert wurden und somit fast kalt waren. Gekochte Eier mussten abgedeckt sein, damit sie warm blieben. Für die Eier gab es auch keine Eierbecher. Stattdessen musste man die Eier entweder auf einem Teller zum Tisch balancieren oder sie einfach in die Hand nehmen. Letzteres war zwar unfein, wegen der weitgehend abgekühlten Eier aber kein Problem und wenigstens die sicherste Variante.

Der zweite Mangel, auf den ich in vielen südeuropäischen Hotels gestoßen bin, ist die mangelnde Kaffee-Kultur. Im Princesa Playa gab es zwei Automaten, die mit flüssigem Kaffee-Konzentrat arbeiteten. Hier konnte man sich "Kaffee", "Kaffee mit Milch" und so genannten "Cappucino" ziehen. Mich erstaunte es immer wieder, dass kein besserer Kaffee angeboten wurde. Die vielen "Bars" und "Cafés" zeigten doch, dass es auch besser ging.

Natürlich fehlte an den Tischen auch ein kleiner Abfallbehälter, so dass sich die abgepulten Eierschalen auf dem Teller leicht mit Brot und Wurst vermischten. Schlauer wäre es gewesen, sich zunächst nur das Ei zu holen und zu essen, um sich erst danach auf einem weiteren Teller Brot und Aufstrich an den Tisch zu holen. in der Zwischenzeit hätte der Service den Teller mit den Eierschalen bereits entsorgt.

Nach dem Frühstück vermisste Heiko sein heißgeliebtes zerfleddertes Cappy. Wir suchten noch mal im Restaurant und fragten auch an der Rezeption nach, ob vielleicht jemand das Cappy dort abgegeben hatte. Aber leider tauchte es nicht wieder auf. Erst etwas später fand Martina das Cappy im Schrank, Heiko hatte es also gar nicht zum Frühstück mitgenommen. Der Tag war gerettet!

Wir sind dann zu unserem Hausstrand gegangen. Zunächst sah es nicht so aus, als würde jemand schwimmen gehen. Da der Strand ganz flach abfiel, konnte man aber sehr schön im Wasser waten.

Am Strand Ein kleines Bäumchen spendet Schatten

Irgendwann sind Andrea, Heiko und Martina dann doch geschwommen, während ich auf unsere Sachen aufpasste. Viel Schatten gab es leider nicht, aber am Rande standen ein paar niedrige Gehölze, wo man sich hinlegen konnte. Trotzdem ist mir natürlich mein Rücken leicht verbrannt.

Wir machen Pause

Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir gegen 13:00 Uhr in einem der Strand-Restaurants etwas gegessen. Die Preise waren okay, das Essen auch. Es wimmelte von Spatzen, die auf ihren Anteil warteten, teilweise aber auch frech auf den Tisch hüpften, wenn man nicht aufpasste. Für die Kinder war es ein großer Spaß. Sie fingen an, ihre Mahlzeit direkt zu verfüttern, was wir natürlich sofort wieder unterbanden. Heiko nannte sie "seine Fans", weil sie immer da waren, wo auch er war.

Im Hotel duschten wir uns kurz ab und machten uns dann auf zur Cala en Bosc, der Nachbarbucht mit richtigem Ort. Dort befand sich ein großer, künstlich angelegter Jacht-Hafen, um den sich allerlei gastromomische und touristische Einrichtungen gruppierten. Hier musste im Sommer die Hölle los sein. Heute war es aber eher verträumt und ruhig.

Zwischen diesem Hafen und unserer Bucht Son Xoriguer gibt es eine weitere rechteckige Bucht (die Form wirkt etwas künstlich) mit feinem Sand, der etwas heller als bei uns war. Allerdings war dieser Strand bereits in der Vorsaison sehr gut besucht.

In der anderen Richtung konnte man einen blau-weiß gestreiften Leuchtturm erkennen, der gleichzeitig die kürzeste Entfernung zur Nachbarinsel Mallorca markierte, dort ca. 37 km.

Der Strand wurde von einem sehr hässlichem Hotel-Betonklotz überragt, dem "Hotel Cala en Bosc". Dies war in der Gegend das bisher einzige wirklich unpassende Gebäude. Dem Archtekten fehlte offensichtlich jedes Gefühl für Ästhetik.

Der Spaziergang zum Jachthafen war für uns alle etwas ermüdend, da er doch sehr lang war. Also setzten wir uns in die "Flamingo-Bar" und aßen jeder einen Eisbecher.

Nach diesem Erkundungstrip zogen wir wieder weiter zu unserem Hausstrand und blieben dort auch bis abends.

Das Abend-Buffet bot heute keine großen Überraschungen. Erwähnenswert war vielleicht, dass es drei verschiedene Arten von Fisch gab. Unsere Weinflasche von gestern wurde uns sofort gebracht, als wir darauf hinwiesen.

Um 21:00 Uhr gab es im oberen Stock bei der Bar wie jedem Abend die Mini-Disko für die kleineren Kinder. Dabei handelte es sich um eine Art Ringelreihen, begleitet und angeleitet durch drei Animateure. Unsere Kinder waren schon zu alt dafür, den anderen schien es Spaß zu machen.

Als nach ca. einer halben Stunde ein Kellner nach unseren Getränkewünschen fragte, schoss Andrea wie von der Tarantel gestochen hoch, sagte kurz: "Nein, danke, wir wollten gerade gehen!" und ergriff die Flucht. Dem Rest der Familie blieb nichts anderes übrig, als im Gänsemarsch hinterher zu eilen, einen sehr verdutzten Kellner zurücklassend.

Heiko und Martina beim Nintendo Spielen

Den Abend ließen die Kinder im Bett mit ihren Nintendo DS ausklingen, wir bei einem Liter Bier und Kerzenlicht auf unserem kleinen Balkon. Auch nachts sah die Anlage ansprechend aus. Sie war natürlich beleuchtet. Auch im Pool gab es einige Unterwasserlampen. Von gegenüber hörten wir das Animationsprogramm, dem wir Musik aus meinem iPod entgegensetzten, der in ein Logic3 iStation Soundsystem eingedockt war und auf diese Weise ansehnlichen Sound zustande brachte. Natürlich versuchten wir nicht, die Lautstärke zu überbieten, so schlimm war es eh nicht. Das Abendprogramm fand nicht im Freien statt, so dass die Geräusche gedämpft herüberdrangen.

Blick vom Balkon

Arrow right nächster Tag

%TWISTY{id="topicattachmentslist" mode="div" remember="on" link="Attachments" showimgleft="/wiki501/pub/TWiki/TWikiDocGraphics/toggleopen.gif" hideimgleft="/wiki501/pub/TWiki/TWikiDocGraphics/toggleclose.gif"}%

I Attachment Action Size Date Who Comment
JPEGjpg Am_Strand.jpg manage 171.7 K 2009.11.20 - 12:48 UnknownUser Am Strand
JPEGjpg Blick_vom_Balkon.jpg manage 290.4 K 2009.11.27 - 10:28 UnknownUser Blick vom Balkon
JPEGjpg Heiko_und_Martina_und_Nintendo.jpg manage 118.7 K 2009.11.20 - 13:28 UnknownUser Heiko und Martina beim Nintendo Spielen
JPEGjpg Pool-Anlage.jpg manage 252.1 K 2009.11.20 - 12:40 UnknownUser Der Pool
JPEGjpg Schattenplatz.jpg manage 195.3 K 2009.11.23 - 13:52 UnknownUser Ein kleines Bäumchen spendet Schatten
JPEGjpg Trinken_Collage.jpg manage 177.5 K 2009.11.20 - 13:21 UnknownUser WIr machen Trinkpause
%ENDTWISTY%
Topic revision: r5 - 2009.11.27 - SvenSevke
 
This site is powered by the TWiki collaboration platformCopyright © 2008-2020 by the contributing authors. All material on this collaboration platform is the property of the contributing authors.
Ideas, requests, problems regarding TWiki? Send feedback