1. Tag - 28-05-2010, Freitag

München -> Antalya (Türkei) -> Marmaris (Türkei)

Unser Flug nach Antalya war erst für 14:35 Uhr geplant, so dass wir ganz normal aufstehen konnten. Die Koffer waren bereits gepackt, wir waren ausgeschlafen, und so kam statt Stress eher Langeweile auf. Wir schickten die Kinder noch schnell zur örtlichen Schlecker Drogerie, um Zahnpasta zu kaufen. Für die Reise hatten wir zwar noch eine Tube, aber nach dem Urlaub hätten wir sowieso neue kaufen müssen. Die Kinder hatten zu tun, und wir konnten überprüfen, ob im Haus alles geregelt war. Dazu gehörten solche Dinge wie alle Fenster schließen, Netzwerkrouter ausschalten, Heizung auf Urlaub programmieren, die Heizung für unser Wasserbett niedriger eisntellen (ganz schalten wir das für kurze Zeiten wie in diesem Fall nie aus, weil das anschließende Hochheizen zu lange dauerte) usw.

Dann ging es los, ab zum Flughafen über Erding. Wir hatten uns diesmal wieder für einen Dauerparkplatz im Parkhaus P7 entschieden. Das kostete uns zwar 81 Euro, war aber superbequem. Eine Verbesserufng gab es diesmal beim Zahlsystem. Anders als in unserem Menorca Urlaub mussten wir diesmal nicht über die Parkleitzentrale abrechnen, sondern konnten ganz einfach die Kreditkarte zur Einfahrt und Ausfahrt verwenden. Abgebucht wurde dann direkt über die Kreditkarte. Einfacher geht es nicht mehr.

Auf dem Flughafen haben wir erst einmal unsere Koffer eingecheckt. Mein Koffer war der größte und deswegen auch immer der schwerste. Zum ersten Mal war mein Koffer aber diesmal nur halbvoll, aber was sollte ich schon groß mitnehmen? Bettwäsche, Handtücher? Badetücher? Dicke pullover? Das war alles nicht nötig, weil es das auf dem Schiff gab. Ein Notebook nahm ich bei einem Kurzurlaub schon lange nicht mehr mit, schon gar nicht bei einem Familienurlaub. Wir haben am Flughafen noch unsere Jacken in meinen Koffer gesteckt, denn in Antalya mussten wir kaum mit Kälte rechnen.

*Koffergewicht:*

Heiko 7,9 kg
Matti 12,1 kg
Andrea 18,6 kg
Sven 25,6 kg

Erlaubt waren die üblichen 20 kg pro Person. Wir lagen also deutlich darunter.

Nach dem Einchecken setzten wir uns ganz in der Nähe hin und aßen belegte Brötchen, die Andrea als Mittagessen vorbereitet hatte.

Eintrag von Andrea:

Aufregung pur. Alle sind bereits um 10:00 Uhr abreisebereit, aber wir haben ausgerechnet, dass es reicht, um 11:30 Uhr loszufahren. Die Minuten streichen so dahin.

Endlich, Sven bringt unsere Koffer ins Auto, die Rucksäcke nimmt jeder zu sich. Los gehts. Verfahren gehört zum Urlaub dazu. Diesmal verpassen wir die Ausfahrt zum Flughafen. Also umdrehen und zurückfahren. Dafür fanden wir unseren im voraus reservierten Parkplatz P7 schnell und auch einen super Stellplatz nahe den Aufzügen. Leider ließ Andrea sich von den Schildern Check-In verwirren. Die Dame an der Auskunft sagte "Modul B". Verfahren gehört zum Urlaub - Verlaufen nun auch.

Bei B angekommen checkten wir nach einer kurzen Wartezeit ein. Mittagessen. Semmeln.

Heiko, Martina und Sven vertreiben sich die Zeit mit Spielkonsolen

Später ging es durch die Pass- und Handgepäckkontrolle zum Gate. Heiko fragte den Beamten, wofür die Passkontrolle sei und erhiel einen längeren Vortrag über das Schengener Abkommen usw. Hinter uns waren keine weiteren Fluggäste. Sonst wäre das in dieser Form wohl kaum möglich gewesen. Wahrscheinlich hatte der Beamte selber Kinder und kannte solche Fragen.

Der Flug hatte etwas Verspätung, war aber ansonsten unspektakulär. Der Service an Bord war, wie inzwischen leider gewohnt, eher schlecht. Eine Reihe von alten Röhrenmonitoren hing von der Decke, alle farblich unterschiedlich kalibriert. Aber es gab eh kein interessantes Videoangebot. Das übliche Kalt- bzw. Warmgetränk wurde in dünnen Plastikbechern serviert, danach gab es eine Mini-Mahlzeit in Form von heißen Nudeln mit irgendeiner Soße darüber, sowie einen kleinen Joghurt als Nachspeise. Naja, das hatten wir früher auch schon mal besser. Später gab es dann noch den zollfreien Einkauf ... alles eben wie gewöhnlich. Haken drunter und gut ist.

Heiko reagiert zur Zeit recht empfindlich auf Flüge oder schwankende Boote. Das wurde durch die Aufregung verstärkt. Wir hatten ihm daher vor dem Flug eine Reisetablette gegeben, die die Empfindlichkeit dämpfen sollte. Richtig gut ging es ihm trotzdem nicht, aber er behielt das Essen im Körper.

Das Flugzeug hatte zwei durch den Gang getrennte Sitzreihen mit je drei Stühlen, so dass einer von uns immer auf der anderen Seite sitzen musste. Das war ich. Die Leute neben mir waren sehr ruhig und machten sich auch nicht breit, so dass wir gut miteinander auskamen.

Landung in Antalya und weiter mit dem klimatisierten Transfer-Bus quer durch die Stadt zur AIDAdiva. Die Kinder wollten ganz vorne sitzen, weil sie dann nach vorne aus dem Bus sehen konnten. Auf diese Weise wäre ihnen nicht so schnell übel geowrden. Neben und hinter den kindern war schon alles besetzt, so dass Andrea und ich weiter nach hinten gingen. Im Fußbereich einer Sitzbank stand ein großer Koffer. Wir wollten uns dort hinsetzen, aber sogleich zeterte eine Frau auf der anderen Seite, dass wir uns einen anderen Platz suchen sollten, da sie ihr Handgepäck nur dort transportieren könnte. Das war etwas unverständlich, weil über den Köpfen ja genug Ablagen für Handgepäck vorhanden waren. Außerdem empfanden wir das als dreist, einen so großen Koffer noch als Handgepäck zu transportieren. Wahrscheinlich reichte ihr eigentlicher Koffer für das ganze Gepäck nicht, so dass sie einen größeren Teil als Handgepäck mitnahm. Richtig unverschämt fanden wir aber, dass sie mit diesem Gepäckstück zwei komplette Sitzplätze blockieren wollte. Wir meinten, dass sie den Koffer in jedem Fall wegräumen müsste, da der Bus sowieso voll würde, aber sie zeterte weiter, dass wir uns gefälligst einen anderen Platz suchen sollten. Andrea und ich wollten uns nicht schon am ersten Tag aufregen und fanden noch eine andere Sitzbank mit zwei Plätzen. Wenige Minuten später musste die Frau ihren Koffer wegräumen, weil weitere Gäste in den Bus kamen und sitzen wollten.

Auffallend in der Stadt waren die vielen einzelnen Satelliten-Schüsseln auf den Dächern und Balkonen der Häuser. Da wären Gemeinschaftsanlagen viel sinnvoller und wohl auch billiger. Der Verkehr war recht dicht und chaotischer als in Deutschland. Auf jeden Fall war es warm und nicht so kalt und regnerisch wie zu Hause. Schon von weiten meinten einige Leute im Bus die AIDAdiva erkennen zu können, kamen dann aber wieder ins Zweifeln, als der Bus einfach weiterfuhr. Es war aber alles in bester Ordnung, die AIDAdiva war die AIDAdiva und wir fuhren auch dorthin. Wir mussten nur erst einmal etwas weiterfahren, um von unserer Fahrspur auf die andere wechseln zu können, um dann zum Hafen abzubiegen.

Das Schiff war hell beleuchtet und sorgte wieder bei allen für eine freudige Erwartungshaltung. Ja! Gleich wären wir da!

Allerdings mussten wir vorher mal wieder durch diverse Gepäck- und Passkontrollen. Danach wurden die Passagiere vom Bord-Personal empfangen. Die Reisepässe wurden abgenommen, ein Foto für die Passagier-Datenbank wurde gemacht, und wir erhielten unsere Plastikkarten, die an Bord als Ausweis und Zahlungsmittel herhielten.

AIDA Bordkarte von Sven

Unsere Koffer wurden direkt vom Bus durch die Kontrolle auf die Kabinen gebracht. Darum mussten wir uns nicht kümmern. Uns wurde allerdings gleich mitgeteilt, dass das ganze Procedere gut zwei Stunden dauern konnte.

Umso erstaunter waren wir, als unsere Koffer uns auf dem Weg zur Kabine beinahe überholten. Die Lösung des Rätsels ist der folgende Koffer-Anhänger:
AIDA Kofferanhaenger Sven.jpg

Das Gepäck der 18 Suiten wurde als erstes an Bord geschafft. Na, das war zwar nicht unbedingt nötig, aber doch ein willkommener Luxus. An sich wollten wir nur schnell in die Kabine, unser Zeug ablegen, um dann im Restaurant noch etwas zu essen zu bekommen. Immerhin gingen die Uhren in Antalya eine Stunde später als in Deutschland.

Mit der Orientierung hatten wir keine Probleme. Zum einen sind wirklich überall Wegweiser, zum anderen war uns die Umgebung von unserer ersten Kreuzfahrt noch bestens vertraut, auch wenn das vier Jahre zurücklag. Unsere Kabine lag ganz vorne auf Deck 8.

Unsere Kabine auf der <a href=AIDA" title="Unsere Kabine auf der AIDA" width='600' height='450' />

AIDA Suite Champagner und Obst

Die Kabine empfing uns beleuchtet und nett hergerichtet. Für jeden lagen Bademäntel und Badelatschen bereit. An der Seite stand eine große gekühlte Flasche Champagner mit vier Gläsern, ein Teller mit geschältem Obst und ein weiterer mit vier Pralinen. Die Zusatzbetten für die Kinder waren perfekt vorbereitet. Die Kabine war zwar nicht gerade riesig für vier Personen, bot aber ausreichend viel Platz. Die Schränke und Regale boten so viel Platz, dass wir sie mit unseren Sachen gar nicht voll bekamen.

Aber egal ... jetzt ging es erst einmal zum Restaurant, zum Markt Restaurant auf Deck 9.

Da es schon recht spät am Abend war, verpassten wir natürlich die diversen Abend-Aktivitäten wie die Ausflugspräsentation für die Ausflüge in Marmaris am morgigen Tag. Restaurant, Koffer auspacken, Kabine in Besitz nehmen, staunen ... all das nahm uns so sehr in Anspruch, dass wir auch gar nicht an die angebotenen Aktivitäten an Bord dachten.

Landtag Daten

Liegezeit: bis 22:00 Uhr
Alle Mann an Board: 21:30 Uhr
Liegeplatz: Port Akdeniz Berth 8*
Wettervorschau: leicht bewölkt, 33 Grad Celsius
Nächste Etappe: 175 Seemeilen (324 km) bis Marmaris

AIDA Tagesprogramm

Nachmittag
Ausflugspräsentation Marmaris & Santorin Theatrium Deck 9 bis Deck 11 14:00
Schiffsrundgang Theatrium Deck 9 17:00

Abend
"Hallo AIDA!" Theatrium Deck 9 bis Deck 11 18:00
Ausflugspräsentation Marmaris & Santorin Theatrium Deck 9 bis Deck 11 19:00
Schiffsrundgang Theatrium Deck 9 20:00
Live-Musik mit Felicitys Theatrium Deck 9 bis Deck 11 20:30
Welcome-Dance mit der Band 64U AIDA Bar Deck 10 21:00
Welcome Sekt Pooldeck Deck 12 21:25
Welcome Show Celebration Pooldeck Deck 11 21:30
Welcome Lounge Anytime Bar Deck 12 22:30
Welcome Disco mit dem Clubteam Anytime Bar Deck 12 24:00

Besondere Angebote an Bord

Restaurant Rossini Champagner Menü in 6 Gängen inklusive eines Glases Champagner Preis: ?? ab 18:30 Deck 11
Sushi Bar Sushi satt Preis: 15 Euro ab 18:30 Deck 9

Weblinks

go_forward.gif Weiter zum nächsten Tag!

%TWISTY{id="topicattachmentslist" mode="div" remember="on" link="Attachments" showimgleft="/wiki501/pub/TWiki/TWikiDocGraphics/toggleopen.gif" hideimgleft="/wiki501/pub/TWiki/TWikiDocGraphics/toggleclose.gif"}%

I Attachment Action Size Date Who Comment
PNGpng Bordkarte_Sven.png manage 161.8 K 2010.06.09 - 09:36 UnknownUser  
JPEGjpg Champagner_und_Obst.jpg manage 282.7 K 2010.06.09 - 10:13 UnknownUser  
JPEGjpg Kabine_am_ersten_Tag.jpg manage 277.8 K 2010.06.09 - 10:21 UnknownUser  
JPEGjpg Kofferanhaenger_Sven.jpg manage 86.4 K 2010.06.09 - 10:02 UnknownUser  
JPEGjpg Spielsalon_auf_dem_Flughafen_600.jpg manage 275.6 K 2010.06.09 - 08:35 UnknownUser  
%ENDTWISTY%
Topic revision: r4 - 2010.06.09 - SvenSevke
 
This site is powered by the TWiki collaboration platformCopyright © 2008-2020 by the contributing authors. All material on this collaboration platform is the property of the contributing authors.
Ideas, requests, problems regarding TWiki? Send feedback